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Porträt des Kyrillos Loukaris I., Patriarch von Konstantinopel

Ident. Nr.: 14138988

ObjID: obj:2282119

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Unbekannt,
Maler*in
Kyrillos I. (Konstantinopel, Patriarch) (1572 - 1638),
Dargestellt
Datierung
1634
Geografische Bezüge
Material / Technik
Öl auf Leinwand, gerahmt
Abmessungen
Bildmaß: 73,9 x 58,1 x 2,8 cm
Rahmenmaß: 95,8 x 80 x 6 cm

Objektbeschreibung

Das Bildnis, welches im Inventar der Gemäldegalerie als „Orientalischer Herr“ geführt wird, zeigt einen griechisch-orthodoxen Patriarchen im liturgischen Gewand, bestehend aus der Bischofsmitra, einem Humo-phelonium (die Schultern bedeckender Kurzmantel) über einem Untergewand, dem Sticharion, und darüber einem Pallium, (welches von dem Papst an die Metropoliten (Oberbischöfe) der Lateinischen Kirche verliehen wurde,) in das üblicherweise sechs schwarze Kreuze eingestickt sind, hier sind Ikonen in dem Kreuzmotiv darstellt. Bei dem linken Abbild, welches sich von der rechten im Gewand und in dem vorhandenen Heiligenschein unterscheidet, könnte demnach Christus als Hohepriester dargestellt sein. Die Mitra weist Stickereien auf, jedoch auch umlaufenden Schmuck aus gefassten Edelsteinen.
In der Bezeichnung im rechten oberen Bildfeld heisst es: CURILIVS PATRIARCHA CONSTANTINOPOLIb im Alter von 62 Jahren und die Datierung 1634.

Kyrillos Loukaris war ein griechisch-orthodoxer Theologe, der 1672 im damals venezianischen Candia (heute Heraklion) auf Kreta geboren wurde, von 1601 bis 1620 das Amt des Patriarchen von Alexandria innehatte und seit 1620 mit verschiedenen Unterbrechungen Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel (1620-1623, 1623-1630, 1630-1633, 1633-1634, 1634-1635, 1637-1638) war. Seine theologischen Schriften, u.a. sein 1629 in Genf erschienes Glaubensbekenntnis, die „Confessio Fidei Orthodoxae“, oder seine für die theologische Fakultät der Universität Helmstedt enstandene Confessio sind von calvinistischem Gedankengut geprägt, wodurch er ein auch im Westen bekannter Geistlicher war. Diese Tatsache ordnet den Erwerb des Bildnisses durch Lipperheide ein in die Reihe von repräsentativen Bildnisse, repräsentativ im Sinne der dargestellten Person und dem damit verbundenen Ornat. 
Die Beschreibungen beruhen in Teilen auf Rücksprachen mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und dem Metropolitanbüro der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Bonn. 
Text: S. de Günther

Letzte Aktualisierung: 20.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstbibliothek

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