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Porträt eines Ehepaares in schwarzer Gewandung, Schulter- und Spitzenkragen

Ident. Nr.: 14139086

ObjID: obj:2284446

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Unbekannt,
Maler*in
Datierung
Herstellung: 1643
Abweichende Datierung: 1646
Material / Technik
Öl/ Tempera (?) auf Holz
Abmessungen
Bildmaß: 28 x 35,6 x 0,8 cm
Rahmenmaß: 33 x 40,5 x 3,2 cm

Objektbeschreibung

Das kleinformatige Tafelgemälde im Querformat zeigt ein Paar als Bruststück im Dreiviertelprofil. Vor einem grauen Hintergrund, auf den sie einen Schatten werfen, sind links ein Herr und rechts eine Dame dargestellt. Der Herr hat seinen rechten Unterarm am vorderen Bildrand aufgelegt, in der Hand hält er Handschuhe. Die Linke ist in die Hüfte gestellt, so dass sich sein Oberkörper zur Bildmitte hin tiefer im Bildraum befindet. Er trägt eine schwarze Jacke, über der ein weißer bis über die Schultern reichender Kragen aus feinem Gewebe liegt, wobei vor der Brust ein feingliedriger Anhänger, eventuell ein Schmuckstück aus Edelmetall oder Spitze, befestigt ist. Das Gesicht ist umschlossen von den bis auf die Schultern reichenden, seitlich gescheitelten mittelbraunen Haaren sowie einem spitzen Kinnbart. Der Mund ist schmal, die Nase verhältnismäßig groß und die Augenbrauen über den rundlichen, aus dem Bild blickenden Augen sind akkurat gestutzt. Die Dame steht rechts vor dem Ellbogen des Herrn, der sich ihr mit seinem Oberkörper leicht zuwendet, parallel zum Bildfeld. Die beiden Hände hat sie vor der Brust zusammengeführt und gefaltet. Den Zeigefinger ihrer linken Hand zieren zwei goldene Ringe. Sie trägt ein unter der Brust golden gegürtetes schwarzes Kleid, unter dem die weißen Puffärmel und in einem rechteckigen Ausschnitt das in einen weißen, spitzengesäumten Kragen umschlagende Unterkleid hervortreten. Um den Hals trägt sie eine goldene Gliederkette. Ihr Kopf ist durch den schmalen Mund, die verhältnismäßig große und nach unten hin breite Nase sowie die über den großen Augen klar als Kreissegmente gezogenen Augenbrauen charakterisiert. Die dunklen Haare sind eng anliegend nach hinten geführt und werden dort von einem feinen, goldenen Haarnetz zusammengehalten.
Die Malweise ist gleichmäßig fein ausgeführt. Insbesondere die Haube der Dame und die Spitzen sind kleinteilig und fein dargestellt. Doch ist der Erhaltungszustand schlecht, denn über das gesamte Gemälde sind dunkle horizontale Streifen gelegt, so dass auch einige der Details schwer zu bestimmen sind. 
Das kleinformatige Tafelgemälde im Querformat zeigt ein Paar als Bruststück im Dreiviertelprofil. Vor einem grauen Hintergrund, auf den sie einen Schatten werfen, sind links ein Herr und rechts eine Dame dargestellt. Der dargestellte Herr trägt ein schwarzes, langärmeliges Obergewand, die weiten Ärmel sind am Handgelenk in einem Bund zusammengefasst und schließen mit einer schmalen goldenen Borte ab. Das rotblonde Haar fällt offen auf den weißen Schulterkragen mit eckiger Fasson. Am Hals ist der umgelegte Hemdkragen zu sehen. Die Brust ziert ein Schmuckstück in Form einer durchbrochenen Brosche.
Die Dame im rechten Bildteil trägt ebenfalls ein schwarzes Obergewand, dessen Ärmel bis zur Manschette geteilt sind und den Blick auf das darunter liegende weiße Hemd freigeben. Die Ärmelmanschetten sowie der kleine Schulterkragen sind mit Spitze verziert. Das Dekolleté des Obergewandes ist waagerecht geschnitten, die Linie wird von dem unter der Brust befestigten goldenen Hüftgürtel sowie von den vor dem Bauch gefalteten Händen aufgenommen. Die dunklen Haare sind eng anliegend nach hinten geführt und werden dort von einem feinen, goldenen Haarnetz zusammengehalten. Das Haarnetz ist Teil einer Haube, die am Hinterkopf ansetzend große Ohrmuscheln ausbildet und mit Perlen und Spitze besetzt ist. Der Schmuck der Dargestellten besteht aus einer eng am Hals anliegenden goldenen Gliederkette, goldenen Armbändern und Fingerringen. 
Das Ehepaarbildnis vereint beide Partner auf einer Tafel. Gängig waren auch
Pendantbildnisse, bei denen jeder Ehepartner auf einem eigenen Gemälde dargestellt wurde. Die Herkunft dieser Gattung des Ehepaarbildnisses aus dem Pendantbildnis oder Diptychon mit einer gemeinsamen Raumkontinuität im 15. Jahrhundert hat Berthold Hinz untersucht (Vgl. Hinz 1974, S. 142ff). 
Text: F. Prinz

Letzte Aktualisierung: 20.07.2026

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Einrichtung:

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