Logo

Porträt einer Frau als Personifikation des Gefühls

Ident. Nr.: 14139095

ObjID: obj:2284455

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Unbekannt,
Maler*in
Datierung
Herstellung: 1600 - 1619
Geografische Bezüge
Abmessungen
Bildmaß: 37,5 x 27 x 1,5 cm
Rahmenmaß: 48 x 37,8 x 6 cm

Objektbeschreibung

Die im Halbprofil dargestellte Frau trägt ein Gewand aus blauem glänzenden Textil. Ärmel und Mieder sind längs und quer in sich widerholendem Rhythmus geschlitzt und lassen ein rotes Unterfutter hervorscheinen. Dazu trägt sie einen weich fallenden, mit Pelz gefütterter Manteau aus goldfarbenem Obermaterial, feine spitzenbesetzte Ärmelmanschetten und eine in großen Röhren gelegte Halskrause. Um den Hals ist eine lange Perlenkette gelegt, die geknotet ist. Als Kopfschmuck trägt sie eine um den Kopf laufende diademartige Kopfbekränzung sowie einige in Blumenform ausgearbeitete Haarstecker. 
Die Dargestellte wird durch die Inschrift „Tactvs“ im linken Bildfeld als Personifikation des Tastsinns ausgewiesen und von einem Vogel, der in ihren Daumen pickt, begleitet.
Franz von Lipperheide erwarb am 12.11.1878 von F. Plank (Meran) fünf Kostümbilder mit Darstellungen der fünf Sinne. Der entsprechende Eintrag im Reise-Ausgabenbuch (Q8) bezieht sich weder auf einen Fünf-Sinne-Zyklus, von dem sich heute GVSTVS (G_219_293) und TACTVS (G_232_306) in der Sammlung befinden, noch auf eine Gruppe, zu der LA GOVST (G_197_424) aus der Sammlung gehört, sondern sehr wahrscheinlich auf eine weitere Fünf-Sinne-Gruppe, die am 26. Nov. 1909 bei Hugo Helbing in München versteigert wurde (vgl. Auktion Helbing 1909 (Ölgemälde Lipperheide), S. 2, Lot 20 und Tafel I und II)
Text: S. de Günther

Letzte Aktualisierung: 21.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstbibliothek

Weitere Objekte aus den Sammlungen