Porträt der Johanna Catharina Edlwöck zu Gich
Ident. Nr.: 14139131
ObjID: obj:2284492
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: 1667
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand, gerahmt
- Abmessungen
- Bildmaß: 104,4 x 79,4 x 2,3 cmRahmenmaß: 127,5 x 102,5 x 6,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2284492
Objektbeschreibung
Das Bildnis zeigt Johanna Catharina Edlwöck im Alter von 34 Jahren in einem dunklen Obergewand mit reichem Gewandschmuck. Links im Bild wird sie durch eine Inschrift und zwei Familienwappen ausgezeichnet, rechts im Bild von einem Vorhang umrahmt. Sie ist in ein kurzärmeliges dunkles Kleid gekleidet, welches an den Oberarmen, in der Dekolleté-Mitte und an der Hüfte von einem mit kleinen Süßwasserperlen besetzen Brosche in Schleifenform alzentuiert wird. An die Hüftbrosche ist zudem ein Porträtmedaillon angehängt. Schultern und Dekolleté bedeckt ein breiter, liegender Spitzenkragen mit floralen Mustern und einem Abschluß in Form von Perlengirlanden. Das langärmelige weiße Hemd läuft in Spitzenmanschetten aus und wird am Unterarm mit roten Schleifen bauschig abgebunden. Das Rockteil ist vorne offen, der Schlitz wird durch eine Brosche in Schleifenform akzentuiert und gibt den Blick auf einen goldfarbenen Unterrock frei. Die Haare fallen schulterlang in engen Korkenzieherlocken. Als Kopfbedeckung trägt sie eine eine schwarze Haube und darüber eine bestickte Haube mit einem bogenförmigen Broschenschmuck aus Perlen, sowie einer goldenen Brosche mit Diamanten. Goldene Ohrringe mit Perlen, eine enge goldene Halskette, Perlenarmbänder und Ringe ergänzen den Gewandschmuck.
Die Porträtbrosche an der Hüftkette und der leicht abgespreizte Finger mit einem Ring an der rechten Hand deuten den Kontext einer Eheschließung als Anlass für die Porträtdarstellung an.
Das Wappen kann der Adelsfamilie von Giech aus dem fränkischen Raum (Fürstenthum Schwarzenberg) zugeschrieben werden. Vgl. Siebmacher 1908 (Schwarzenburgischer Adel), Tf. 6. Familie Giech: zu Turnau. Die Giech sind fränkischer [...] Uradel. [...] Karl von Giech erlangte 1680 den Freiherren - und 1695 den Reichsgrafenstand. [....] Das Stammwappen der G. hat in S. zwei r. Schaaf- oder Wollscheren nebeneinander, auf dem Helm in ältesten Zeiten zwei r., s.(silberne) übereck getheilte Hörner, zwischen denen in späteren Zeiten ein gekr. r. - gekleideter weibl. Rumpf gefunden wird. - Decken: r., s.(ilbern) Eine LInie der G.(iech) führte als Kleinod einen wachsenden s.(ilbernen) Schwan mit offenem Flug, dessen jeder Theil mit einer r. Schere belegt ist. Im J. 1482 erlangte Veit v.G. eine Wappenvermehrung: Das Schild geviertet. 1 und 4. Stammwappen, 2. und 3. in R. ein s. Schwan (aus dem Kleinod genommen). Dazu zwei Helme: I. der Rumpf mit den Hörnern, II. Der Schwan wie oben, aber ganz. Das freiherrliche Wappen von 1680, war wie das eben beschriebene, doch mit Herzschild und einem dritten Helm vermehrt. Wappen der Adelsfamilie von Giech, in: Der Adel des Königreichs Bayern Autor / Hrsg.: Siebmacher, Johann ; Hefner, Otto Titan von ; Heyer von Rosenfeld, Friedrich Verlagsort: Nürnberg | Erscheinungsjahr: 1856 | Verlag: Bauer & Raspe Signatur: 10878192 4 Herald. 100 f,II-1 10878192 4 Herald. 100 f,II-1.
Viergeteiltes Schild: auf 1 und 4 Scheren, 2 und 3 ein Schwan. Zwei bekrönte Spangenhelme. rechts ein Schwan mit ausgebreiteten Flügeln als Helmzier, links zwei Hörner und mittig eine konische Form bekrönt von einer Kugel und einem kleinen Flügel (?)
Viergeteiltes Schild: auf 1 und 4 Scheren, 2 und 3 ein Schwan. Zwei bekrönte Spangenhelme. rechts ein Schwan mit ausgebreiteten Flügeln als Helmzier, links zwei Hörner und mittig eine konische Form bekrönt von einer Kugel und einem kleinen Flügel (?)
Text: S. de Günther
Letzte Aktualisierung: 20.07.2026
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