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Porträt einer sitzenden Frau in Kleid und Turmfrisur

Ident. Nr.: 14139159

ObjID: obj:2285670

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Unbekannt,
Maler*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Porträt einer sitzenden Frau in Kleid und Turmfrisur
Porträt einer sitzenden Frau in Theaterkostüm
Damenbildnis mit Kopfbedeckung, Taschenuhr und Buch
Geografische Bezüge
Material / Technik
Öl auf Leinwand, gerahmt
Abmessungen
Bildmaß: 126,6 x 91,2 x 2,5 cm
Rahmenmaß: 136,6 x 101,7 x 4 cm

Objektbeschreibung

Die Dargestellte ist als Kniestück, die rechte Hand im Verweisgestus auf ihre Brust deutend und in der linken Hand ein Buch haltend. Ein Säulenpodest im rechten Bildfeld und ein Blick in eine Landschaft bilden den Hintergund. Das blau-grüne Kleid der Dargestellten hat ein steifes, in einer weichen Rundung in den Schoß geführtes, Mieder und lange Ärmel, welche mittels roter Schleifen am Oberarm zu Puffen geformt sind und dann schmal am Handgelenk abschließen. Der Oberrock aus dem gleichen Textil wird seitlich durch rote Schleifen gerafft und gibt den Blick auf das rote Innenfutter und einen bodenlangen blau-grünen Unterrock frei. Auf Höhe der Hüfte ist ein aufwändiges Gehänge für eine runde Taschenuhr angebracht. Das rote Schleifenband und eine Brosche werden an der Miedervorderseite fixiert, das Dekolleté ist mit einem Spitzensaum und einem Blumenarrangement verziert. Um den Hals ist ein schmales Spitzenband gelegt. Der Schmuck besteht aus einem Fingerring, einem um den Hals getragenen grünen Edelstein und Ohrringen mit Tropfenperlen. Die Haartracht besteht aus einer grau gepuderten Hochfrisur, garniert mit roten Bändern, einer Perlengirlande und einer Aigrette mit Federn. Die Haare sind turbanartig und gerade nach oben gerichtet und seitlich hinter den Ohren in schmale Rolllocken gelegt. 
Modisch wäre Marie Antoinettes von Österreich-Lothringen (1755-1793) stilbildend, ihre Haartracht war jedoch mit Federn (Plumages) geschmückt, das Dekolleté lässt die Schultern unbedeckt und die Kleidärmel sind enganliegend. Entsprechend mutet das vorliegende Lipperheidesche Gemälde, soll es die Mode der 1770er Jahre zeigen, untypisch an. Auch die kleine Halskrause lässt vermuten, dass es sich hier um ein Phantasiekostüm oder um ein Theaterkostüm handelt.
Text: S. de Günther

Letzte Aktualisierung: 22.07.2026

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Einrichtung:

Kunstbibliothek