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Pilgerzeichen mit Darstellung des heiligen Nikolaus

Ident. Nr.: 6404

ObjID: obj:2294074

Details (Expert)

Datierung
Ende 13. Jahrhundert/Anfang 14. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Erwerbungsort: Rom
Material / Technik
Blei-Zinn (?)
Abmessungen
Höhe x Breite: 4,5 x 3,2 cm
Erwerbung
1900 als anonyme Schenkung aus Rom erworben.

Objektbeschreibung

Pilgerzeichen mit dem Bild des heiligen Nikolaus wurden unter anderem in Schweden, Norwegen und Großbritannien gefunden. Dieses Stück befand sich in Rom, bevor es als Geschenk nach Berlin gelangte. Ursprünglich stammt es sicherlich aus Bari. Hier reicht die Verehrung des Heiligen nachweislich bis in das 11. Jahrhundert zurück. Nikolaus steht auf diesem Pilgerandenken unter einem Rundbogen und ist mit einer Paenula sowie einem kreuzverzierten Pallium bekleidet. Der Nimbus kennzeichnet ihn als Heiligen. Die linke Hand erhebt er zum Segensgestus, in der rechten hielt er vermutlich ein Buch. Von den ursprünglich vier Ösen an dem hochrechteckigen Zeichen ist lediglich links oben ein Rest erhalten.
Das Stück wird seit 1945 vermisst.

Letzte Aktualisierung: 06.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.