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Modell "Rose Rose", Abendkleid mit Mantel

Ident. Nr.: 2008,17 a,b

ObjID: obj:2300935

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926 - 2021),
Designer*in
Datierung
Herbst/Winter 1972/73
Abmessungen
Länge: Kleid: hinten: 133 cm, vorn: 129 cm; Mantel: 142 cm cm
Umfang: Kleid: Empiretaille: 80 cm; Saum: 198 cm; Mantel: Saum: 250 cm cm

Objektbeschreibung

Zu einem schwarzen, ärmellosen Abendkleid aus schwerem reinseidenem Crêpe-Drapé von Abraham, Paris wird ein puderrosa Abendmantel aus Wolldoubleface getragen. Das Kleid hat ein herzförmig ausgeschnittenes, besticktes Empireoberteil, das in den Farben Rosa, Grün, Gelb und Zartlila stilisierte Blumen und Ranken zeigt. Es ist ringsum mit einer Kante aus rosa Pailletten, aufgesetzten Stiftperlen und kleinen, metallisch rosa schimmernden Pailletten eingefasst. Diese aufwändige Stickerei wurde im renommierten Atelier von "Francois Lesage" in Paris angefertigt. Der Mantel ist ebenfalls im Empirestil gearbeitet und mit einem schwarzen Fuchspelzkragen besetzt. Eine kurze Schlaufenknopfleiste, schließt das Oberteil und lässt den Mantel offen auslaufen. Ignes Ponto trug dieses große Galaensemble anlässlich der 100-Jahrfeier der Dresdner Bank am 11. und 12. September 1972 in Berlin. Uli Richter gestaltete zusammen mit Ignes Ponto das Damenprogramm der Feier und zeigte im Theater am Kurfürstendamm eine Modenschau. CW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa