Logo

Graues Paillettenabendkleid Modell "Cabaret"

Ident. Nr.: 2008,44 a,b

ObjID: obj:2301379

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Datierung
Frühjahr/Sommer 1974
Abmessungen
Länge: Kleid: 150 cm; Bluse: 60 cm cm

Objektbeschreibung

Abendkleider in "rosa und grauen Watteautönen" mit "schräg besticktem Paillettenrock" standen 1974 im Mittelpunkt der Kollektion. Das Modell "Cabaret" ist vollständig mit Pailletten bestickt. Es ist schmal gearbeitet, hoch geschlossen und hat einen kleinen, runden Halsausschnitt. Oberteil und Rock sind durch eine 10 cm breite Passe optisch von einander getrennt. Während im Oberteil die Pailletten in der Mitte spitz nach oben laufen, sind sie im Rockteil schräg aufgestickt. Die lässige, dazu gehörige leichte Blusenjacke ist lose geschnitten und hat lange Ärmel die in breiten Manschetten enden. Sie ist verschlusslos und kann in der Taille locker gebunden werden. Dies verleiht dem Modell eine sportliche Note. CW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa