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Abendkleid im Trenchcoatstil

Ident. Nr.: 2005,UR 91 a,b

ObjID: obj:2301474

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Datierung
Herbst/Winter 1974/75
Abmessungen
Länge: Kleid: 141 cm; Gürtel: 180 cm; cm

Objektbeschreibung

1974 hieß es in der Uli Richter Kollektionsbeschreibung: "Der Trenchcoat in Seide, kurz oder bodenlang gehört zum Abendcomplet". Richter zeigte damit erneut etwas gänzlich Neues in der Abendmode und verband auch hier erfolgreich hochwertigste Materialien mit sportlichen Schnitten. Wie bei diesem roséfarbenen Trenchcoatabendkleid aus festem, reinseidenem Rips. Das Kleid ist lang und gerade geschnitten, relativ hoch geschlossen, mit nur kleinem, angedeutetem Kragen. Ein gesteppter Bindegürtel markiert dezent die Taille. Der zarte Roséton verleiht dem Kleid eine weiche Note. Das Modell wurde von Ingeborg Kretzmar bei einer Abendveranstaltung in Monaco getragen.
Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 33, S.174; Berlin, 2007.CW/GK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa