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Braun-beige-blau-kariertes Kostüm

Ident. Nr.: 2005,UR 42 a,b

ObjID: obj:2302043

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Datierung
um 1962
Abmessungen
Länge: Jacke: 65 cm; Rock: 66 cm cm
Umfang: Rock, Taille: 66 cm; Saum: 104-115 cm; cm

Objektbeschreibung

Dieses braun-beige-karierte Glencheckkostüm von Uli Richter (erworben bei Horn Hamburg) wählte Ebelin Bucerius 1962 für Aufnahmen, die sie bei der Arbeit im Zeitverlag zeigen. Die Jacke des leicht taillierten Kostüms schließt vorn mit vier Hornknöpfen, hat einen kleinen Kragen, aufgesetzte Taschenklappen, die die echten, seitlich angesetzten Taschen überdecken. Für die Zeit typisch sind die dreiviertellangen Ärmel. Komplettiert wird das Kostüm durch einen gerade geschnittenen, engen Rock mit Diorfalte in der hinteren Mitte.
Publiziert in: Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 40, S. 190. CW/GK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa