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Zwischen arabesken Ranken Polygone mit Greifen am Brunnen

Ident. Nr.: 1889,297

ObjID: obj:2302725

Details (Expert)

Datierung
14. Jahrhundert
Abmessungen
Höhe x Breite: 41 x 23 cm

Objektbeschreibung

In Gold sind aus dem blauen mit arabesken Ranken überzogenen Grund in versetzten Reihen zweifach konturierte Vielpässe ausgeschnitten. Darin hocken schlanke, rankengleich stilisierte Greifen auf der Schale eines Brunnens mit hohem Brunnenstock. Um die Vielpässe sind vier Masken mit kalautah (Kopfputz) und mongolischen Schläfenlocken angeordnet. Trotz der S-Dehnung des Riemchengoldes muss man doch hier [...] am ehesten ein Erzeugnis des mamlukischen Herschaftsbereiches annehmen. Weitere Stücke dieser Seide finden sich in zahlreichen Museen, z. B. in Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe (Inv. Nr. 1891.250), Köln, Museum für angewandte Kunst (Inv. Nr. D 580), Krefeld, Deutsches Textilmuseum (Inv. Nr. 01288). LvW

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR