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Fragment einer Borte mit Rautenmuster

Ident. Nr.: 9332

ObjID: obj:2304262

Details (Expert)

Datierung
Datierung: 5.-8. Jahrhundert
verbale Datierung: 8./9. Jahrhundert
Abmessungen
Länge x Breite: 8 x 3 cm
Erwerbung
1896 von Carl Schmidt erworben, 1926 vom Kunstgewerbemuseum, Berlin im Tausch gegen Dubletten überwiesen

Objektbeschreibung

Das Bortenfragment ist heute mit einem antiken, rechteckig zugeschnittenen, offenbar nicht zugehörigen Leinengewebe unterlegt. Die Borte saß ursprünglich an der Kante eines wesentlich feineren Gewebes, wie aus einer Aufnahme eines Gegenstückes in einer Publikation von 1926 ersichtlich ist. Vermutlich handelt es sich um eine Borte an einem Ärmelabschluss (vgl. dazu die Argumentation unter Inv. 9331). Auf dem Bortenfragment sind zwei Glieder eines Rautenbandes erhalten. Kleine winkelförmige Motive bilden die Rautenseiten. Im Zentrum jeder Raute liegt ein hellgrundiger, mit einem Pfeilblatt bzw. einer Rosette gefüllter Kreis. Zwischen den Rauten befinden sich drei kleine, übereinandergestellte Rechtecke. Die äußeren Rechtecke sind zu den Längskanten der Borte hin offen. Das Muster erinnert an Seidengewebe.

Vergleiche: Gegenstück abgebildet bei W. F. Volbach, Stoffe aus Antinoe in den Berliner Museen, Sonderabdruck aus dem Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts XLI, 1926, Heft 1/2, S. 250, Abb. 8. Das mit Blattmotiven gefüllte Rautenband erscheint oft auf Seidenstoffen, die unter orientalischem Einfluss entstanden und vermehrt in Antinoopolis gefunden wurden, vgl. R. Pfister, Le rôle d'Iran dans les textiles d'Antinoé, in: Ars Islamica 13/14, 1948, Abb. 57, 64, 65, 68.

Veröffentlichung: E. Ehler, C. Fluck, G. Mietke, Wissenschaft und Turbulent. Wolfgang Fritz Volbach, ein Wissenschaftler zwischen den beiden Weltkriegen, Wiesbaden 2017, S. 67-69, Kat. 35g.

Letzte Aktualisierung: 30.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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