Logo

Chinesische Kanne in europäischer Metallfassung

Ident. Nr.: 1889,305

ObjID: obj:2305157

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Georg Berger (1560 - 1577),
Goldschmied*in
Ausführung: Unbekannt,
Porzellan
Datierung
um 1570 (Fassung), Porzellan: Ming-Dynastie, Wan li-Ära: 1563-1620
Abmessungen
Höhe: 20 cm
Breite: 14 cm (mit Tülle und Henkel)

Objektbeschreibung

Eintrag im Inventarbuch: "Porzellankanne in vergoldeter Silberfassung. Kanne, Porzellan, blau bemalt. Der dickbauchige Körper in sechs Felder getheilt, in denen große Blattpflanzen; am Halsansatz Määnder; am kurzen, oben sternförmig ausgebildeten Hals selbst Zweig mit Vogel. Der schmale, geschweifte Ausguß mit erhaben astartigem Ansatz. - Fassung, Silber vergoldet: Über Ringfuß steigen vier schale Reifen auf, welche am Halsansatz durch durchbrochenes Rankenwerk verbunden sind. Der Reif unter dem Ausguß geht in eine weibliche Herme aus. S-förmiger Henkel, sternförmiger Klappdeckel und Stöpsel an einer Kette. Bezeichnet [Fassung]: G. B. und E."

Angekauft wurde die Kanne im Jahr 1889 von dem Tuchfabrikanten und Kunstsammler Richard Zschille aus Großenhain.

Die fein gearbeitete Metallfassung, die aufgrund der Punzierung dem Erfurter Goldschmied Georg Berger (Schaffenszeit 1560 bis 1577) zugeschrieben wird, zeugt von der hohen Wertschätzung für das seltene chinesische Porzellan.

ClKa

Letzte Aktualisierung: 18.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR