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Ohne Titel, 13.10.00

Ident. Nr.: NG 15/17

ObjID: obj:2305272

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Julia Mangold (1966 -),
Künstler*in
Datierung
2000
Weitere Titel
Sammlungstitel: Ohne Titel, 13.10.00
Übersetzung: Untitled, 13.10.00
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
2000–2001
Kauf: Prof. Dr. Wolf-Dieter Dube,
2001–2017
Material / Technik
Stahl, gewachst
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 40,7 x 36 x 9,3 cm (Teil 1)
Höhe x Breite x Tiefe: 48,2 x 35,8 x 7,5 cm (Teil 2)
Höhe x Breite x Tiefe: 90 x 35 x 5,3 cm (Teil 3)
Erwerbung
2017 Schenkung aus dem Nachlass Wolf-Dieter Dube

Objektbeschreibung

Mangold begann 1992 das Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie 1996 als Meisterschülerin von James Reineking abschloss. Ihre künstlerische Praxis ist beeinflusst durch die Minimal Art, wobei sie keineswegs seriell arbeitet; vielmehr stellt jedes Werk ein handgefertigtes Einzelstück dar. Die Formensprache ist schlicht gehalten und betont Mangolds Vorhaben einer reduzierten Ästhetik. Die Künstlerin konnte bereits kurz nach ihrem Abschluss im Jahr 1997 zwei monumentale Arbeiten für das Maria-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages gestalten. Außen und im Inneren des Gebäudes wurde jeweils ein schwarzes Quadrat an einer Wand platziert. Auch das vorliegende Werk ist ein Beispiel von Mangolds reduzierter Bildsprache. Drei schwarz gefärbte geometrische Formen mit unterschiedlichen Breiten und Längen werden zusammengehängt und bilden in der Gesamtbetrachtung ein Rechteck. Obgleich mit Schwarz meist Schwere und Dunkelheit assoziiert werden, weist die Arbeit eine spielerische Komponente auf. Auch die Dicke der drei geometrischen Flächen ist unterschiedlich; dadurch erreicht Mangold, dass das Formenspiel dynamisch bleibt. | Aline Lusser

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz