Logo

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh)

Ident. Nr.: I. 4628 S. 270

ObjID: obj:2307109

Details (Expert)

Beteiligte
Bestellung: Giat al-din Baysonqor (1397 - 1433),
Auftraggeber*in
Datierung
1420
Datierung engl.: 1420
hiǧra - dt.: Rabi‘ I 823
hijra - engl.: Rabi‘ I 823
Dynastie: Timuriden
Dynastie - engl.: Timurids
Weitere Titel
Sammlungstitel: (Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh)
Übersetzung: (Iranian anthology for Timurid Prince Baisunqur, son of Shahrukh)
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Schiras,
Ort
Abmessungen
Höhe: 28 cm
Breite: 19,5 cm

Objektbeschreibung

Text im Hauptfeld: Nizami, Khusrau va Schirin,
Text am Rand: aus Auhadi, Divan, Gedichte.
Bild auf unterer Haupttext-Randleiste, keine obere Leiste.
Miniatur: das kleine Bild ist an den unteren Rand des Haupt-Textfelds gerückt und rechts abgestuft; es zeigt ein Rauminterieur mit Beschränkung auf das Wesentlichste für die Narrative – ein Lager auf rotem Teppich mit braunroter Bordüre und weggerutschter grüner Überdecke; die Liebesszene im Bett ist weitgehend ausgewischt. Eine dreiteilige Raumansicht wird oberhalb der vordersten Szene geboten mit Fliesen und Fenstervase; Zugänge zum Raum bleiben diesem Betrachterkreis uneinsichtig.
Zur ersten Stilgruppe, vgl. S. 12 etc.
Rand: großes und kleinere Dreiecke mit Ornamentfüllung in Gold und hellen Gouache-Farben.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.