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Ident. Nr.: E 308/1907

ObjID: obj:2315734

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes (1.4.1890 - 17.5.1907),
Absender & Empfänger
Felix von Luschan (11.8.1854 - 7.2.1924),
Absender & Empfänger
Carl Oehlert (1907),
Absender*in
Bernhard Ankermann (1896 - 1911),
Absender & Empfänger
Karl Weule (29.02.1864 - 19.04.1926),
Absender & Empfänger
Willy Foy (1903),
Absender & Empfänger
Museum für Völkerkunde zu Leipzig (1869),
Absender & Empfänger
Datierung
1907
Material / Technik
—

Enthält: Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes an Luschan / MfV ( 12.02.1907): teilt die Absendung der von Weule ausgewählten Gegenstände mit (Liste mit Art und Anzahl enthalten) und Bitte um Kostenerstattung. / Städtisches Museum Langensalza an MfV (20.02.1907): Anfrage nach Objekten der Kriegsbeute beim Kgl. MfV / Aktenvermerk von Luschan (12.03.1907): Weule hält einen Vortrag zur Kriegsbeute will sich die Objekte am 16.03.1907 in Dahlem ansehen will. / Luschan an Kolonialabteilung (12.03.1907): Die eingetroffenen Gegenstände (Kriegsbeute) haben sehr geringen Wert und es sind keine Gewinne zu erwarten. Formalitäten zur Kostenübernahme. / Persönlicher Brief von Weule an Luschan (14.03.1907): Genesungswünsche und Hinweis auf Rechnungen im Kolonialamt / Weule an Luschan (26.03.1907): will Termin für Besichtigungstermin und Aufteilung der Kriegsbeute vereinbaren / Luschan an Direktor der Kolonialabteilung D.O.A (12.05[?].1907): schlägt die Verbrennung von 10 bis 15.000 Pfeilen vor, da diese mit Holzwürmern befallen sind und eine Abgabe an Schulen aufgrund des Giftes nicht in Frage kommt. Eine nachträgliche Behandlung würde zusätzliche 200 Mark kosten. Entscheidung soll warten bis Kosten mit Kolonialamt geklärt sind. / Carl Oehlert (Lengenfeld, Vogtland) an MfV (16.04.1907): fragt nach Objekten der Kriegsbeute an. / Kolonial-Abteilung des Auswärtigen Amtes an Luschan (18.04.1907): Die Objekte sollen an Provinzialmuseen verkauft werden, damit der gewünschte Erlös erzielt wird und die Kosten beglichen werden können. / Luschan an Weule (03.05.1907): Leipzig soll 1/9 der Kosten des Gouvernements übernehmen. Falls Leipzig nicht zahlen will, können die Kisten auch wieder nach D. zurück geschickt werden. / Ankermann an Weule (03.05.1907): informiert über die zusätzliche Geldforderung des Auswärtigen Amtes und die Berechnung des Anteils von Leipzig. / Weule an Luschan (04.05.1907): antwortet, dass er die Kosten übernimmt und die Kisten nicht zurückgeschickt werden sollen. / Aktenvermerk von Junker und B. über den Erhalt von 86 Mark aus Leipzig. (11.06.1907) / Schreiben der Dt. Kolonial-Ausst. 1907 an Luschan (13.05.1907): die Kriegsbeute kann nicht als Dekoration verwendet werden. Luschan hatte dies mündlich angeboten (Vermerk) / Beleg der Lieferung nach Leipzig. (16.05.1907) / C. Oehlert an MfV Berlin (10.07.1907): Anfrage zur Kriegsbeute und Abgabeersuch / Luschan an Foy (13.07.1907): bietet Foy Speere aus Lindi als Schenkung an. Abschrift auf selbem Schreiben: Foy nimmt das Geschenk an. (24.06.1907) / Aktenvermerk von Luschan (30.07.1907): weitere Vorgehensweise mit der Verteilung der gesamten Lieferung der Kriegsbeute und Liste mit grober Angabe der abgegeben Stücke mit Orten und Vorgangsnummern. Er hat 20 Bündel zusammengestellt, die an die in der Liste genannten Körperschaften verteilt werden sollen. [Teilweise fehlen für diese Abgaben die Belege in den Akten. Wahrscheinlich handelt es sich um die Nennung von Körperschaften, an die eine Abgabe zu dem Zeitpunkt geplant war] / Anfrage Rautenstrauch-Joest-Museum an MfV Berlin (10.08.1907): Anfrage nach genauen Herkunftsangaben zu den übersandten Stücken. /

Letzte Aktualisierung: 10.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.