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Stall Klausner (Festblatt für den Verleger und Pferdezüchter Bruno Cassirer)

Ident. Nr.: KdZ 31440

ObjID: obj:2315955

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Max Slevogt (1868 - 1932),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1918
Material / Technik
Feder und Tinte auf Papier
Abmessungen
Blattmaß: 15,9 x 18,8 cm

Objektbeschreibung

Die horizontal geteilte Zeichnung zeigt zwei humoristische Szenen mit Jockeys und Pferden. Um 1900 hatte [Bruno] Cassirer [1872-1941] 
seine Leidenschaft für den Pferdesport entdeckt und investierte ab 1913 sogar in die Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf. Ab 1931 betrieb er neben seiner Tätigkeit als Kunsthändler und Verleger das Gestüt Lindenhof in der Nähe von Templin, wo er
mit Erfolg amerikanische Traberpferde züchtete.
Die obere Szene zeigt drei Figuren in Sulkys. Sie sind durch die an den Sitz geklemmten Palletten und Pinsel als Maler zu erkennen. Die wenig qualifizierten Jockeys haben offenbar die Kontrolle über Pferd und Wagen verloren, denn sie befinden sich im gestreckten Galopp auf Kollisionskurs.Ein Zusammenstoß scheint unvermeidbar.
In der unteren Bildhälfte geht es beschaulicher zu. Zwei Pferde posieren, die Körperhaltung menschlicher Modelle imitierend, für den Jockey an der Staffelei. Ein anderer Jockey zeichnet in ein übergroßes Skizzenbuch, während ein dritter
mit erhobener Hand aus einem Buch zu deklamieren scheint. Letztlich wirken jedoch die Jockeys ebenso deplatziert wie die Maler. Verkehrte Welt!
Nachdem das Werk im Sommer 2002 an die Erben Bruno Cassirers restituiert worden war,
gelangte es in den Kunsthandel. Sigrid-Ute Achenbach, Kuratorin des Kupferstichkabinetts, erwarb das Blatt aus privaten Mitteln und führte es in die Sammlung zurück.

(Text: Corinna Alexandra Rader, in: In bester Gesellschaft. Ausgewählte Erwerbungen des Berliner Kupferstichkabinetts, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett - Staatliche Museen zu Berlin, Berlin 2019, S. 44) 

Letzte Aktualisierung: 20.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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