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Maria zwischen dem heiligen Markus und dem Täufer

Ident. Nr.: 1988

ObjID: obj:2316276

Details (Expert)

Datierung
13. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Erwerbungsort: Venedig
Abmessungen
Höhe x Breite: 6,7 x 5,6 cm
Erwerbung
1891 als Schenkung von Herrn Guggenheim in die Sammlung gelangt.

Objektbeschreibung

Die hochovale Reliefdarstellung war in mehrere Teile zersplittert. Diese wurden geleimt und in einer modernen Blechkapsel zusammengefasst. Entlang der Bruchstelle sind dabnei kleine Fehlstellen geblieben. Das Zentrum der mehrfigurigen Darstellung bildet Maria mit Christus als Kind auf dem Arm. Sie wird flankiert von Johannes dem Täufer in einem Gewand aus Fell links und dem heiligen Markus in priesterlicher Gewandung rechts. Alle drei Figuren tragen Nimben und sind in lateinischer Schrift bezeichnet. Oberhalb der Figurengruppe schweben zwei Engel in Halbfigur.
Solche Schmuckmedaillons aus Glasfluss mit christlichen Darstellungen sind vielfach aus Venedig bekannt. Auch die Darstellung des Markus, des Patrons der Stadt, deutet auf eine venezianische Entstehung.
Das Medaillon wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.

Letzte Aktualisierung: 24.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.