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Doppelwandgefäß

Ident. Nr.: 2017,1

ObjID: obj:2317711

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Thomas Bohle (1958 -),
Keramiker*in
Datierung
2014
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Dornbirn (Österreich)
Abmessungen
Höhe: 8 cm
Durchmesser: 26,5 cm (max.)

Objektbeschreibung

Die Schale ist auf der Scheibe doppelwandig gedreht. Das ist eine der technischen Herausforderungen, denen sich Thomas Bohle stellt - auch in sehr großen Formaten. Außen- und Innenform stehen dabei oftmals in Kontrast zueinander. Seine zweite Spezialität sind die Glasuren, in diesem Fall eine innere schwarze Feldspatglasur und eine äußere, hier ins Orange changierende Shino-Glasur (eine japanische Feldspatglasur, die sich durch unterschiedliche Dicke und kleine Nadellöcher und Risse in der Oberfläche auszeichnet).
ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa