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Absterbender Baum

Ident. Nr.: KdZ 4704

ObjID: obj:2321589

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Thomas Gainsborough (1727 - 1788),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: frühe bis Mitte 1760er-Jahre
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Absterbender Baum
Übersetzung: Study of an Oak Branch
Provenienz
Nachlass/Vermächtnis: Margaret Gainsborough, geb. Burr (1728-1798),
1788-1798
Nachlass/Vermächtnis: Margaret Gainsborough (1751-1820),
1798 - Mai 1799
Auktion Christie's (Thomas Gainsborough),
11.05.1799
Kauf: George Hibbert (1757-1837),
ab Mai 1799
Nachlass/Vermächtnis: Familienbesitz Holland-Hibbert,
1837-1913
Nachlass/Vermächtnis: Arthur Henry Holland-Hibbert,3rd Viscount Knutsford (1855-1935),
bis 30.06.1913
Auktion Christie's und Manson & Woods (Arthur Henry Holland-Hibbert),
30.6.1913
Kauf: Hofer (lt. WVZ Hayes 1970),
ab 30.06.1913
ein Ungenannter,
bis 14.7.1913
Abmessungen
Blattmaß: 20,4 x 15,6 cm

Letzte Aktualisierung: 16.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.