Achtkantige Flötenvase mit ostasiatisch inspiriertem Dekor aus Vögeln, Blüten- und Blattwerk
Ident. Nr.: 1916,12
ObjID: obj:2322859
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1715
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Fayence mit Inglasurmalerei in Blau
- Abmessungen
- Höhe: 31 cmDurchmesser: 15 cm (unten)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2322859
Objektbeschreibung
Form und Dekor der Vase sind charakteristisch für die Berliner Fayencemanufaktur von Cornelius Funcke. Eine detaillierte Beschreibung mit Vergleichsbeispielen aus anderen Sammlungen hat Christiane Keisch im Katalog "Herrliche Künste und Manufacturen" von 2001 vorgenommen:
"Achtseitige Kelchform auf hohem Fuß mit Nodus. Auf der Wandung ausgespartes dichtes Blüten-Blattwerk, darin je eine geschweifte Reserve. Diese Form der Flöte geht auf die früheste Variante der funckeschen Flötenvasen zurück. Der Dekor ist eine Abwandlung des Vogel-Sumpf-Motivs mit Bambusstab, Papageienvogel und Muschelfelsen [...]. Auf dem Nodus ein Wechsel aus Spitzblättern und Rundblüte, darunter auf dem Kelchboden ein Blattbehang. Die Fußzone zeigt längsovale Reserven, die profilierte Fußplatte eine Borte aus Dreipaßspirale und breitem gerippten Blatt."
Das Pendant, die zweite Flötenvase (Inv. Nr. 1916,11), ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen.
Keine Marke.
Lit.: Otto von Falke: Altberliner Fayencen, Berlin 1923, Taf. 39d; Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen". Fayence, Glas und Tapisserien aus der Frühzeit Brandenburg-Preußens 1680-1720, S. 222, Kat. Nr. 99
ClKa/MAKR
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Kunstgewerbemuseum
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