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Details (Expert)

Datierung
1860 21. Juni
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 29,3 x 23 x 2,9 cm

Objektbeschreibung

Für das Haarbild wurde hellblondes Haar zu einem Blumenstrauß mit verschiedenen Blüten- und Blattformen verarbeitet. Kleine weiße, blaue, goldene und transparente Metall- und Glasperlen zieren die Blütenmitten. Das untere Ende des Straußes wird von einer weißen Seidenschleife verdeckt. Die Blüten sind in Schlingen- und Schlaufentechnik, die Blätter zum Teil aus flachen Geflechten hergestellt. Das Gerüst des Straußes besteht aus mit dunklem Garn umwickeltem Draht. Der Haarstrauß befindet sich auf weißem Moirépapier in einem flachen, rechteckigen Karton, dem ein vergoldeter Holzrahmen und diesem wiederum eine Glasscheibe aufgelegt ist. Der Rahmen ist mit einer geprägten Goldpapierborte beklebt. Auf der Rückseite ist in lateinischer Schreibschrift notiert: »Geflochten aus den Haaren der am 21. Juni 1860 gestorbenen Luise Seelmann (geb. 24.10.1853)«.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."