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Ident. Nr.: D (34 C 20) 64/1979

ObjID: obj:2350869

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 19. Jh.
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,8 x 17,4 x 2,5 cm

Objektbeschreibung

In der Mitte des Holzkastens befindet sich eine zweifarbige Haararbeit, die von einem Kranz aus Seidenblüten auf textilen Blättern umrahmt wird. Der Kasten spiegelt farblich den Blütenkranz: Die inneren Seitenwände sind mit grün-goldfarbenem Buntpapier bezogen. Die Kanten des Kastens sind mit Goldborten verdeckt, die Ecken mit goldgeprägten Tinseln verziert. Den Rahmen selbst bildet ein geprägtes, braun gestrichenes Papierband.

Der Kranz erinnert an einen Brautkranz aus Orangen- und Myrtenblüten. Diese weisen jedoch eigentlich jeweils nur bis zu fünf Blütenblätter auf, keine sechs wie manche der Blüten an dem Kranz. Nichtsdestotrotz dürfte es sich um ein Haarbild zur Erinnerung an eine Hochzeit handeln. Darauf weist die Farbe hin: Grün steht für Dauer und Verbundenheit und ist häufig in Erinnerungskästen zur Hochzeit zu finden. Auch die eindeutig von zwei verschiedenen Personen stammenden Haare sprechen dafür.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."