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Ident. Nr.: N (34 C 25) 212/1992

ObjID: obj:2350894

Details (Expert)

Datierung
Mitte 19. Jh.
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 28 x 28,5 x 2,4 cm

Objektbeschreibung

Der Blütenkranz im Zentrum dieses Kastenbildes ist aus Haaren zwei verschiedener Haarfarben gefertigt: aus graublonden sowie zum Teil aus braunen Haaren. Die Blütenmitten zieren kleine goldene Metallperlen. In der unteren Mitte befindet sich eine braune Seidenschleife. Eventuell handelt es sich um ein Familienandenken mit den Haaren mehrerer Familienmitglieder oder um ein Totengedenken mit Haaren derselben Person aus unterschiedlichen Lebensjahren; ohne weitere Hinweise ist eine Zuordnung unmöglich.

Die relativ schlichte Haararbeit befindet sich in einem umso opulenteren Kasten: Der Bildgrund ist mit heller Seide bespannt, die Rahmeninnenseite mit ornamentiertem Goldprägepapier beklebt. Auf der Rahmenoberseite befindet sich eine geprägte Goldpapierborte. Die aufwendige Gestaltung verweist auf die Bedeutung, die das Haarbild für die besitzende Person oder Familie hatte.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."