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Leuchter

Ident. Nr.: 1887,434

ObjID: obj:2351398

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 15. Jahrhundert
Material / Technik
Kupferlegierung
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 22,7 x 14,5 cm

Objektbeschreibung

Der Leuchter gehört zu einer Gruppe zwei- oder dreiarmiger Tischleuchter, die eine seitlich steil ansteigende Fußplatte, einen konischen Nodus sowie außen achtseitige Tüllen aufweisen. Vergleichbare Beispiele befinden sich unter anderem im Berliner Kunstgewerbemuseum (Inv. Nr. 1920,16), im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (Inv. Nr. HG 1092) im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt/Main (Inv. Nr. X 25752) und im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg (Inv. Nr. 1959,303). Wie bei den Leuchtern in Nürmnberg und Frankfurt ist auch bei diesem Berliner Exemplar der Nodus gesondert gegossen und auf den Schaft aufgeschoben. Als Herstellungsort dieser Werkgruppe gilt Nürnberg. LL

Letzte Aktualisierung: 18.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa