Blumenverkäuferin / Lilienverkäuferin
Ident. Nr.: B UHP 140/13
ObjID: obj:2352044
Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1952
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Blumenverkäuferin / LilienverkäuferinOriginaltitel: Vendedora de Flores / Vendedora de Alcatraces
- Provenienz
- William E. Channing & Co, Inc. Santa Fe,
403180Galeria Siete-Siete, Caracas,
403181Privatsammlung, Paris,
403182Mary-Anne Martin, Fine Art, New York,
403183Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin,
17.12.2010 - Material / Technik
- Aquarell auf Reispapier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 38,7 x 27,9 cm
- Erwerbung
- 2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2352044
Objektbeschreibung
Zu Beginn der 1920er-Jahre erlangte Rivera Bekanntheit mit seinen großformatigen Wandbildern in öffentlichen Gebäuden von Mexiko-Stadt, in denen er die Ideale der mexikanischen Revolution darstellte. Während er dafür meist imposante Erzählungen entwarf, wie in seinem zwischen 1929 und 1935 ausgearbeiteten Fresko über die Geschichte Mexikos im Nationalpalast, stellte er in seinen Tafelbildern, Zeichnungen und Illustrationen vorrangig Einzelfiguren dar. Dieses Aquarell zeigt eine barfüßige Frau in traditioneller farbenfroher mexikanischer Tracht, die ein überbordendes Bündel Calla-Lilien auf dem Rücken trägt. Das Motiv malte Rivera erstmals 1923/1924 in seinem Fresko „El aire y el agua“ (Die Luft und das Wasser) in der Universidad Autónoma de Chapingo. Es findet sich erneut in seinem Leinwandgemälde „Día de Flores“ (Tag der Blumen) von 1925 (Los Angeles County Museum of Art), mit dem er im selben Jahr auf der panamerikanischen Ausstellung in Los Angeles den ersten Akquisitionspreis gewann. Einige der Tafelbilder mit Blumenverkäuferinnen schuf Rivera für Sammler*innen, die harmlose Sujets mit folkloristischer Thematik bevorzugten. Der Maler wurde wiederholt dafür kritisiert, dass er als überzeugter Kommunist viele solcher kommerziellen Aufträge annahm, auch von US-amerikanischen Großkapitalisten. Irritierend ist auch, dass der Künstler die indigenen und mestizischen Lilienverkäuferinnen anonymisiert darstellte, mit gesenktem Blick, im Profil oder in Rückenansicht, wohingegen die Callas häufig schmückendes Beiwerk in Porträts von überwiegend weißen Frauen der höheren Gesellschaft sind, die die Betrachtenden offen und selbstbewusst anblicken. | Irina Hiebert Grun
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de