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Gallienus

Ident. Nr.: 18200667

ObjID: obj:2353515

Details (Expert)

Beteiligte
Antike Herrscherprägung: Gallienus,
Münzherr*in
Datierung
265 n. Chr.
Geografische Bezüge
Italien,
Land
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 5,84 g
Durchmesser: 20 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: GALLIENA-E AVGVSTAE [Gallienae Augustae]. Kopf des Gallienus mit Ährenkranz nach l.

Rückseite: VBIQVE PA-X [Ubique pax]. Pax fährt in Zweigespann (biga) nach r.

Kommentar: Gallienus hatte sich wohl 265 n. Chr. in die Mysterien von Eleusis einweihen lassen. Die ungewöhnliche weibliche Namensform wurde im Allgemeinen als Angleichung an die Göttin Ceres, deren Ährenkranz (genauer: eine einzelne große Ähre) der Kaiser hier auch auf dem Kopf trägt, erklärt. Kent (1973) meint allerdings, daß Münzlegenden häufiger „ae“ statt korrekterweise „e“ schreiben, um somit eine Anrufung einer Gottheit oder Person zu formulieren. Gallienus wäre damit das prominenteste Beispiel für ein solches Vorgehen und das einzige, bei dem dies mit der Endung eines Kaisernamens geschieht.

Literatur: RIC V-1 Nr. 74 (datiert lediglich in Alleinregierung 260-268 n. Chr.); R. Göbl, Die Münzprägung der Kaiser Valerianus I./Gallienus/Saloninus (253/268). MIR 36 (2000) 68 f. Nr. 689 b (265 n. Chr.); Friedländer - von Sallet Nr. 1040 (dieses Stück). - Zu „Gallienae Augustae“ s. A. Alföldi, Zur Kenntnis der Zeit der römischen Soldatenkaiser. 2. Die „Galliena Augusta“ der Münzen in: ders., Studien zur Geschichte der Weltkrise des 3. Jahrhunderts nach Christus (1967) 31-52. 35 Taf. 3,4 (dieses Stück) [Erstabdruck zuvor ZfN 38, 1928 mit abweichender Seitenzählung]; MIR 36 S. 68 f. und 92. J. P. C. Kent, Gallienae Augustae, Numismatic Chronicle 1973, 64 ff. erklärt diese als verschriebenen Vokativ.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200667

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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