Logo

Anhalt: Gemeinschaftsprägung

Ident. Nr.: 18201014

ObjID: obj:2353855

Details (Expert)

Datierung
nach 1503
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 3,47 g
Durchmesser: 23 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: + MO PNCIPVM ANHALT [N seitenverkehrt]. Vierfeldiger Wappenschild (Aschersleben und Bernburg abwechselnd).

Rückseite: ANNA MA - MATER ANE [N seitenverkehrt]. Stehende Heilige Anna, auf jedem Arm ein Kind, zu ihren Füßen Schild Anhalt.

Kommentar: Diese älteste Goldmünze Anhalts ist nur in diesem Exemplar aus dem 1850 in Chörau bei Dessau entdeckten Schatzfund bekannt. Es wurde von dem Numismatiker und Fundbearbeiter Hermann Dannenberg erworben und gelangte 1870 mit dessen Sammlung in das Münzkabinett. Die Fürsten von Anhalt erhielten 1503 durch Kaiser Maximilian ein Goldmünzenprivileg, in dessen Ausführung dieser Goldgulden entstanden ist. Da sich zu diesem Zeitpunkt die fünf Söhne der 1473 bzw. 1474 gestorbenen Fürsten Adolf und Georg I. die Regierung teilten, ist auf der Münze kein Name genannt und die Formel von der '[gemeinsamen] Münze der Fürsten von Anhalt' gebraucht.

Literatur: Th. Stenzel, Die Anhaltischen Goldmünzen und Medaillen, Numismatische Zeitung 19, 1852, 138 (ohne Kenntnis eines Originals); H. Dannenberg, Goldmünzen des XV. und XV. Jahrhunderts, Zeitschrift für Münz-, Siegel- und Wappenkunde Neue Folge 1859-1862, 40 ff. 44 Nr. 43 (dieses Stück); Th. Stenzel, Numismatische Studien I. Zur Geschichte des Anhaltischen Münzwesens (1876) 9 (dieses Stück); J. Mann, Anhaltische Münzen und Medaillen vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1906 (1907 Nachtrag 1916) Nr. 22; H. Thormann, Die anhaltischen Münzen des Mittelalters (1976) Nr. 519 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201014

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen