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Magdeburg: Wichmann

Ident. Nr.: 18201096

ObjID: obj:2353937

Details (Expert)

Datierung
ca. 1160-1180
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 0,93 g
Durchmesser: 36 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: WICMANNIVS ARCHIEPISCO [Wicmannius Archiepiscopus]. Nebeneinander stehend links der Heilige Mauritius in Rüstung mit Schild und Fahne mit kurzem Schaft, rechts der Erzbischof Wichmann im Pontifikalgewand mit Krummstab und Palmzweig.

Kommentar: Der Heilige Mauritius (Moritz) war der Schutzheilige des 968 durch Otto I. gegründeten Erzbistums Magdeburg. Als ein Anführer der aus Christen bestehenden Thebäischen Legion erlitt er unter Kaiser Maximianus (286-305) den Märtyrertod und wird wegen seiner militärischen Herkunft auf den Münzen oft als Ritter oder mit ritterlichen Attributen (Schwert, Schild) dargestellt. - A. Suhle (1950) 10, nimmt an, dass unter Erzbischof Wichmann die Brakteaten mit Bild des Bischofs 'hauptsächlich' in Halle, die Brakteaten mit Bild des Heiligen Mauritius 'im allgemeinen' in Magdeburg gemünzt worden sind und auf diese Weise das in Magdeburg bzw. Halle gültige Brakteatengeld voneinander unterschieden worden ist. Suhle weist diesen Brakteaten mit gemeinschaftlicher Darstellung von Bischof und Heiligem nach Halle.

Literatur: J. Leitzman, Brakteaten des Erzbistums Magdeburg, Numismatische Zeitung 1842, 101 Nr. 10 Taf. 2,13 (Erstveröffentlichung, dieses Stück); H. Dannenberg, Ein Fund niederdeutscher Brakteaten, Zeitschrift für Münz-, Siegel- und Wappenkunde, NF (1859-1862) 298 Nr. 65; A. Suhle, Das Münzwesen Magdeburgs unter Erzbischof Wichmann (1950) 32 Nr. 14 (dieses Stück); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 375 (dieses Stück); M. Mehl, Münz- und Geldgeschichte des Erzbistums Magdeburg im Mittelalter (2011) Nr. 161.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201096

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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