Persischer Satrap (Keranos) in Mallos
Ident. Nr.: 18203011
ObjID: obj:2355661
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
E-Mail:
mk@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- ca. 400-375 v. Chr.
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Gewicht: 10,23 gDurchmesser: 22 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2355661
Objektbeschreibung
Vorderseite: Kopf des bärtigen Herakles nach r. Er trägt den Löwenfellumhang, dessen Pfoten um seinen Hals geknotet sind.
Rückseite: ΜΑΛ. Kopf eines bärtigen Satrapen mit Baschlik (kyrbasia) nach r. Die Schleife vorne kennzeichnet ihn als Keranos (Admiral des Großkönigs).
Kommentar: Die meisten Bilder regionaler persischer Machthaber entstanden in Kilikien, das auf keine eigene vorachämenidische Münztradition zurückblicken konnte. Schon durch seine geographische Lage war es, wie auch die Levante, stärker von persischer Religion und Kunst beeinflusst. Die städtische Silberprägung muss zumindest zeitweilig unter zentraler Kontrolle der Satrapen gestanden haben. Anders sind die in mehreren Städten gleichzeitig ausgegebenen Münzbilder nicht zu erklären.
Literatur: B. Weisser, Herrscherbild und Münzporträt in Kleinasien, in: Historisches Museum der Pfalz, Speyer (Hrsg.), Das persische Weltreich (2006) 80 f. Nr. 34 (dieses Stück); O. Casabonne, Conquête perse et phénomène monétaire: l'exemple cilicien, in: O. Casabonne (Hrsg.), Mécanismes et innovations monétaires dans l'Anatolie achéménide. Numismatique et Histoire (2000) 32 Taf. 7,4 (Tiribazes zugeordnet); SNG France Cilicie Nr. 395-397 (gegen 380 v. Chr.).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203011
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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