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Sardis

Ident. Nr.: 18203430

ObjID: obj:2355961

Details (Expert)

Datierung
17-37 n. Chr.
Geografische Bezüge
Türkei,
Land
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 5,09 g
Durchmesser: 18 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: ΣΕΒΑ-ΣΤΟΣ ΚΑΙΣΑ-ΡΕΩΝ ΣΑ-ΡΔΙΑΝΩΝ. Der r. stehende mit einer Toga bekleidete Kaiser Tiberius reicht der vor ihm knienden Stadttyche von Sardis die r. Hand. Die Tyche trägt ein langes Gewand und eine Mauerkrone und ist, obwohl sie kniet, fast ebenso groß wie der Kaiser.

Rückseite: ΣΕ[ΒΑΣΤΗ ΙΟΥΛΙΟΣ] ΚΛΕΩΝ ΚΑΙ ΜΕΜΝΩΝ. Livia im Typus einer nach r. sitzenden Demeter mit Zepter in der r. Hand und Ährenbündel in der vorgestreckten l. Hand.

Kommentar: Die Münze ist nach dem Erdbeben von 17 n. Chr. zu datieren. Sie bietet einen direkten Hinweis auf die Dankbarkeit der Bewohner von Sardis für die Erdbebenhilfen des Prinzeps. Es ist eine statuarische Gruppe in Sardis auf der Agora vorstellbar, die so ausgesehen haben könnte, allerdings nicht in einem für den Kaiser so ungünstigen Proportionsverhältnis. In der Münzlegende wird der neue Name der Stadt 'Sardis Caesarea' genannt. Er taucht noch ein weiteres Mal im Zusammenhang mit Münzen für Germanicus und Drusus auf, die möglicherweise zeitgleich sind. Livia in Erscheinungsform der Demeter ist für Sardis, in dem Demeter eine wichtige Göttin war, ein Motiv, das sich ikonographisch von einem der häufigsten Denartypen aus der Regierungszeit des Tiberius ableitet. Die durch die Kaiserfamilie versprochene Blüte und Fruchtbarkeit war aber auch für Sardis nach der Erdbebenkatastrophe das passende Hoffnungszeichen.

Literatur: F. Imhoof-Blumer, Lydische Stadtmünzen (1897) 136 Nr. 4 Taf. 5,20 (dieses Stück); RPC I Nr. 2991,14 (dieses Stück). - Vgl. RPC I Nr. 2992: Münzen mit Porträts von Germanicus und Drusus und dem Stadtnamen 'Sardis Caesarea'.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203430

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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