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Spanien: Philipp V.

Ident. Nr.: 18203953

ObjID: obj:2356437

Details (Expert)

Beteiligte
Königtum (MA/NZ): Philipp V. (1700-1746), König von Spanien,
Münzherr*in
Datierung
1735
Geografische Bezüge
Mexiko,
Land
Material / Technik
—
Abmessungen
Gewicht: 26,99 g
Durchmesser: 37 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: PHILIP V D G HISPAN ET IND REX - 1735. Brustbild Philipp V. im Harnisch nach rechts. Unten zwischen zwei Rosetten die Jahreszahl.

Rückseite: INITIUM SAPIENTIAE TIMOR DOMINI. Gekröntes mehrfeldiges Wappen, umgeben vom Orden des Goldenen Vlieses. Beiderseits Wertangabe.

Rand: Stäbchenrand

Literatur: L. Krause - C. Mishler, Standard catalog of World Coins 1701-1800 (1993) Nr. 148; X. und F. Calicó, The 'Onza' main book: (the gold doubloon of eight). Spain, provinces and independent republics of America, counterstamps and counterfeits 1611-1873 = El gran libro de la onza (1986) Nr. 560.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203953

Letzte Aktualisierung: 30.10.2026

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Einrichtung:

Münzkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Abukir

Abukir

Vorderseite: Panzerbüste des Caracalla mit Lorbeerkranz, Schwert und Rundschild in der Brustansicht nach l. Der r. Arm hält einen geschulterten Speer. Auf dem Schild: Alexanderkopf mit Diadem nach l. Darüber Alexander zu Pferde mit Speer einen Löwen ...Rückseite: ΒΑCΙΛΕVC - ΑΛΕΞΑΝΔΡΟC. Nach r. auf einer Bank mit Hüftmantel bekleideter Alexander mit Diadem. Gegenüber stehend Nike nach l., die l. Hand auf Rundschild gestützt, die r. Hand hält attischen Helm mit Busch. Auf Schild: Achilleus, die Amazonenkönigin Penthesilea ...Kommentar: Ein Schild mit der Darstellung des die Penthesilea erschlagenden Achilleus findet sich auch auf Kontorniaten (z.B. hier BM-42/08 und BM-042/13) sowie auf einem chryselephantinen Schild, der im sog. Philippsgrab in Vergina gefunden wurde. M. Andronikos, Vergina. The Royal tombs (1984) 136 ff. Abb. 91-93. - Zur Frage der Identität des dort Bestatteten s. E. N. Borza - O. Palagia, The chronology of the Macedonian Royal tombs at Vergina, Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 122, 2007, 81-126 bes. 113-117.Exemplar Dressel E. -Die Berliner Abukir-Medaillone – Alexander der Große in Gold- Ein Schatz wird gefunden -Im Jahre 1902 stießen Arbeiter bei Abukir, nordöstlich von Alexandria an der Küste des Mittelmeers gelegen, auf einen spektakulären Schatzfund aus römischer Zeit. Die darin enthaltenen 20 außergewöhnlich großen Goldmedaillone sowie ca. 600 reguläre Goldmünzen und mehrere Barren wurden sofort an lokale Händler verkauft und wenig später auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten. Von diesen 20 Medaillonen konnte das Berliner Münzkabinett in den folgenden Jahren fünf Exemplare erwerben. Die mitgefundenen Goldmünzen römischer Kaiser sind in Teilen dokumentiert und beweisen, daß dieser Hort kurz nach 300 n. Chr. in der Erde vergraben wurde. Die Münzen selbst sind in den Jahren zwischen ca. 220 und 300 n. Chr. geprägt worden.- Bilder machen Legenden -Die Berliner Medaillone sind nicht nur wegen ihres Gewichts und des Materialwertes (sie wiegen zwischen 112 und 65 Gramm bei Durchmessern von 48 bis 60 mm) von großer Bedeutung, sondern wegen der auf ihnen dargestellten Bilder. Drei zeigen auf ihren Vorderseiten das Porträt Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.) in verschiedenen Fassungen, eines das seiner Mutter Olympias, sowie ein weiteres die Büste des römischen Kaisers Caracalla (211–217 n. Chr.), der einen Schild mit Alexanderdarstellung hält. Die Rückseiten präsentieren die Siegesgöttin Nike in einem Wagen bzw. Nike ein Siegesdenkmal schmückend (zweimal) bzw. die Siegesgöttin Waffen an Alexander überreichend. Das Stück mit dem Olympiasporträt zeigt auf der Rückseite eine Nereide (Meernymphe) auf einem Seestier reitend.Alle diese Motive lassen sich auf Alexander III. von Makedonien beziehen. Die Vorderseiten umschreiben in ihren unterschiedlichen Fassungen verschiedene Qualitäten des Königs (mit Widderhorn als Sohn des Gottes Zeus Ammon, mit Helm bzw. in der Vorderansicht mit Lanze und Schild als unüberwindlicher Krieger), während die Rückseiten seine allgemeine Sieghaftigkeit, Herkunft und mythologische Überhöhung formulieren. - Das Idol Alexander -Alexander der Große wurde bereits direkt nach seinem Tod ein Vorbild für hellenistische Könige, die über Teile seines Reiches herrschten. Später beriefen sich auch römische Kaiser auf Alexander. Seine Person war von nun an prägend für viele Herrscher bis in die jüngste Vergangenheit. Die Geschichte seiner Taten wurde in Berichten und Erzählungen immer weiter legendenhaft ausgeschmückt.Gerade aus dem 3. Jh. n. Chr. und insbesondere aus der Zeit der Familie des Caracalla, den Severern (193–235 n. Chr.), kennen wir viele Münzdarstellungen Alexanders auf dem lokalen Bronzegeld verschiedener Städte. Auf diese Weise sollte die Bedeutung, das Alter und die griechisch-makedonische Herkunft der Stadt und ihrer Bewohner besonders hervorgehoben werden. Unter den numismatischen Zeugnissen bieten allein die Münzen der Provinz Makedonien, die in Beroia (heute Veria in Griechenland) geprägt wurden, den Abukir-Medaillonen vergleichbare und teilweise identische Motive. Auch wissen wir durch Inschriften von gymnischen und musischen Spielen (darunter Laufwettbewerbe, Pferderennen, Faustkampf und ein Wettstreit von Herolden) zu Ehren Alexanders und des regierenden Kaisers aus dieser Zeit in Beroia. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese prachtvollen Medaillone anläßlich dieser Spiele hergestellt und als besonders wertvolles Geschenk an prominente Würdenträger, hohe Beamte und siegreiche Athleten gegeben wurden.Die schon zum Zeitpunkt ihrer Auffindung spektakuläre Bedeutung dieser Medaillone schlug sich auch in der Höhe des schließlich gezahlten Kaufpreises nieder. Nur aufgrund der Großzügigkeit von Sponsoren (darunter der bekannte Mäzen der Berliner Museen, James Simon, sowie Elise Koenigs und Gerson Simon) konnte das Münzkabinett den geforderten Betrag von knapp 120.000 Goldmark aufbringen. Diese Summe (ein Arbeiter verdiente im Jahr durchschnittlich 900 Mark brutto) sorgte in Kombination mit einem anfänglich gehegten Fälschungsverdacht gegen diese Medaillone bei dem für ihren Ankauf verantwortlichen Kurator Heinrich Dressel (1845–1920) zunächst für schlaflose Nächte.Literatur: H. Dressel, Fünf Goldmedaillons aus dem Funde von Abukir (1906) 11 f. E Taf. 2, E; K. Dahmen - B. Weisser, Goldene Alexander zum Geschenk, in: S. Drougou u.a. (Hrsg.), Kermatia Philias. Festschrift Y. Touratsoglou (2009) 343-359 Abb. 5; K. Dahmen, Alexander in Gold and Silver: Reassessing Third century AD Medallions from Aboukir and Tarsos, American Journal of Numismatics 20, 2008, 493 ff. 527 Taf. 103 (mit Lit.).Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200021

Constantius II.

Constantius II.

Vorderseite: D N FL CONSTA-NTIVS P F AVG. Büste des Constantius II. im Konsularsgewand mit Diadem sowie einem Adlerzepter in der r. Hand in der Brustansicht nach r.Rückseite: DEBELLATO-RI GENTT // BARBARR. Constantius II. im Panzer reitet mit eingelegter Lanze nach r. über einen gefallenen Feind hinweg und auf einen zweiten niederbrechenden Gegner zu.Kommentar: Die Rs. ist stempelgleich mit anderen Rs., die auf der Vs. das Bildnis des Constans tragen. - Flavius Iulius Constantius war der zweite von drei Söhnen des Constantinus I. und der Fausta. Er wurde am 7.8.317 n. Chr. in Sirmium geboren. Am 8.11.324 n. Chr. erhielt Constantius den Rang eines Caesar, ab dem 9.9.337 teilte er sich als Augustus die Herrschaft mit seinen Brüdern. Nach dem Tod des Constantinus II. im Jahre 340 und des Constans 350 n. Chr. war er der einzige überlebende Sohn des Constantinus I. Erfolgreich konnte er die Usurpation des Magnentius 353 niederwerfen und ernannte erst Constantius Gallus, dann Iulianus zu seinem Mitherrscher. Während der Vorbereitungen zum Kampf mit dem von seinen Truppen zum Augustus ausgerufenen Iulianus starb Constantius II. am 3.11.361 n. Chr. nahe Tarsos in Kilikien. Obwohl Constantius schon während seiner Herrschaft das Christentum tatkräftig unterstützt hatte, ließ er sich wie sein Vater erst auf dem Totenbett taufen.Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 379 f. Nr. 238 Taf. 27; Gnecchi II 146 Nr. 4 Taf. 136,3 (dieses Stück); RIC VIII Nr. 345 (dieses Stück, datiert 337-340 n. Chr.).Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18211517

Domitianus: Fälschung (Paduaner)

Domitianus: Fälschung (Paduaner)

Vorderseite: IMP CAES DOMIT AVG GERM COS [...]. Kopf des Domitianus mit Lorbeerkranz nach r.Rückseite: PONT MAX [...] // S C. Domitianus sitzt nach l. auf einem niedrigen Podium mit zwei Gefäßen, vor ihm empfängt ein Bürger, stehend nach r. mit Kind, vom Kaiser Räucherwerk (suffimenta), dreisäuliger Tempel im Hintergrund.Kommentar: Die Münze ist untergewichtig und hat keinen deutlichen Prägerand. Die Umschrift ohne Hinweis auf die Saecularspiele ist ungewöhnlich. Bereits von J. Friedländer wurde sie als ein 'Paduaner' Giovanni Cavinos verdächtigt. - Die Saecularspiele des Jahres 88 n. Chr. haben zwei auf den Münzen dargestellte Vorspiele: Einmal die vom Kaiser veranlasste Verteilung von Räucherwerk zur rituellen Reinigung an die Bevölkerung durch die quindecimviri sacris faciundis, dann die rituelle Gabe von Früchten von den Bürgern an den Kaiser als einen der quindecimviri sacris faciundis.Literatur: Beger, Thes. Br. III 108 (dieses Stück); C. Johnson - R. Martini, Milano. Civiche Raccolte Numismatiche. Catalogo delle Medaglie II. del Secolo XVI Cavino, Bolletino di Numismatica Monografia 4.II.2. (1989) 145-147 Nr. 1618-1626 (geprägte und gegossene Exemplare). Vgl. RIC II Nr. 376 (Legende abweichend); BNat III Nr. 462 (dito). Vgl. RIC II-1² Nr. 628-631 (authentische hybride Gepräge der LVD SAEC-Serie). Vgl. zu den ludi saeculares: BMCRE II XCV-XCVI; M. Grunow Sobocinski, Visualizing Ceremony: The Design and Audience of the Ludi Saeculares Coinage of Domitian, AJA 110, 2006, 581-602.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18211397