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Mexiko

Ident. Nr.: 18204334

ObjID: obj:2356818

Details (Expert)

Datierung
1869
Geografische Bezüge
Mexiko,
Land
Material / Technik
—
Abmessungen
Gewicht: 26,87 g
Durchmesser: 39 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: REPUBLICA MEXICANA [Nur noch einzelne Buchstaben lesbar]. Umschrift, Adler mit Schlange auf Nopalkaktus, chinesische Gegenstempel.

Rückseite: 8 R Z 1869 Y H 10 D 20 G [Nur noch einzelne Buchstaben lesbar]. Umschrift, Freiheitsmütze mit Strahlenkranz und chinesische Gegenstempel.

Kommentar: Viele chinesische Gegenstempel (Händlerstempel, auch Chop Marks) bedecken diese mexikanische Münze aus dem Jahre 1869 und biegen sie regelrecht zu einer Schüsselform. Diese Silbermünzen hatten keinen festen Wert, sondern liefen zu den gerade herrschenden Marktkonditionen im Lande um. Was zählte, war ihr Gewicht in Silber.

Literatur: G. Schön - J.-F. Cartier, Weltmünzkatalog 19. Jahrhundert. 15. Auflage (2004) Nr. 100; J. Krüger, Streifzüge durch die Sinonumismatik und angrenzende Sammelgebiete (2005) 174 ff.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18204334

Letzte Aktualisierung: 30.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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Domitianus: Fälschung (Paduaner)

Domitianus: Fälschung (Paduaner)

Vorderseite: IMP CAES DOMIT AVG GERM COS [...]. Kopf des Domitianus mit Lorbeerkranz nach r.Rückseite: PONT MAX [...] // S C. Domitianus sitzt nach l. auf einem niedrigen Podium mit zwei Gefäßen, vor ihm empfängt ein Bürger, stehend nach r. mit Kind, vom Kaiser Räucherwerk (suffimenta), dreisäuliger Tempel im Hintergrund.Kommentar: Die Münze ist untergewichtig und hat keinen deutlichen Prägerand. Die Umschrift ohne Hinweis auf die Saecularspiele ist ungewöhnlich. Bereits von J. Friedländer wurde sie als ein 'Paduaner' Giovanni Cavinos verdächtigt. - Die Saecularspiele des Jahres 88 n. Chr. haben zwei auf den Münzen dargestellte Vorspiele: Einmal die vom Kaiser veranlasste Verteilung von Räucherwerk zur rituellen Reinigung an die Bevölkerung durch die quindecimviri sacris faciundis, dann die rituelle Gabe von Früchten von den Bürgern an den Kaiser als einen der quindecimviri sacris faciundis.Literatur: Beger, Thes. Br. III 108 (dieses Stück); C. Johnson - R. Martini, Milano. Civiche Raccolte Numismatiche. Catalogo delle Medaglie II. del Secolo XVI Cavino, Bolletino di Numismatica Monografia 4.II.2. (1989) 145-147 Nr. 1618-1626 (geprägte und gegossene Exemplare). Vgl. RIC II Nr. 376 (Legende abweichend); BNat III Nr. 462 (dito). Vgl. RIC II-1² Nr. 628-631 (authentische hybride Gepräge der LVD SAEC-Serie). Vgl. zu den ludi saeculares: BMCRE II XCV-XCVI; M. Grunow Sobocinski, Visualizing Ceremony: The Design and Audience of the Ludi Saeculares Coinage of Domitian, AJA 110, 2006, 581-602.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18211397

Drusus (Maior): Fälschung

Drusus (Maior): Fälschung

Vorderseite: [NERO CL]AVDIVS DRVSVS GERMANICVS IM[P]. Kopf des Nero Claudius Drusus nach l.Rückseite: [TI CLA]VDIVS CAES-AR AV[G P M TR P IMP P P // S C]. Claudius sitzt in der Toga nach l. gewandt auf einem Amtsstuhl (sella curulis). Er hält in der r. Hand einen Lorbeerzweig, auf dem Boden liegen verschiedene Gegenstände der militärischen Ausrüstung.Kommentar: Diese Münze ist im Stil von anderen Münzen dieses Typs abweichend und besitzt auch ein viel geringeres, eher einem Dupondius entsprechendes Gewicht, zudem weist das flaue Relief hier auf eine Gussfälschung hin (die dann wohl schon von einem gefälschten Vorbild genommen wurde). - Der Titel Pater Patriae (Vater des Vaterlandes) wurde durch Kaiser Claudius im Jahre 42 n. Chr. angenommen. Auf dieser Münze sind der Vater, Nero Claudius Drusus Germanicus (Drusus der Ältere/Drusus maior), und der Sohn, Kaiser Claudius, gemeinsam abgebildet. Die Rückseite reflektiert zwei unterschiedliche Funktionen eines Herrschers: die um ihn herum liegenden Waffen und Ausrüstung sprechen für den militärischen Bereich und die sella curulis sowie die Toga verweisen auf den höchsten Beamten im Reich.Literatur: Vgl. für typgleiche Münzen im Sesterzgewicht: BMCRE I 192 f. Nr. 208-211 (ab 42 n. Chr.); RIC I² Nr. 109 (ca. 50?-54 n. Chr.); H.-M. von Kaenel, Münzprägung und Münzbildnis des Claudius. AMuGS IX (1986) 138 ff. Nr. 1839-1884 Münztyp 72 (42-43 n. Chr.); BNat II Nr. 198-203 (42-43 n. Chr.).Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18210968

Tessera

Tessera

Vorderseite: Kamel nach r. Auf seinem Rücken Triumphalcurrus, darin ein Affe (?) als Lenker mit Zepter und ausgestreckter r. Hand, dahinter ein kleinerer Affe. Umgeben von einer Kreislinie.Rückseite: AVC. Schrift umgeben von einem Punktkreis (innen) und einem Lorbeerkranz (außen).Kommentar: Wohl die Persiflage einer Triumphszene. Die Datierung ergibt sich aus Stempelkopplungen, vgl. dazu T. Buttrey, The spintriae as a historical source, Numismatic Chronicle 1973, 52 ff.; R. Göbl, Antike Numismatik II (1978) Taf. 8.Literatur: A. de Belfort, Essai de classification des tessères romaines en bronze, Annuaire de numismatique 16, 1892, 171 ff. 174 Taf. 6,11 (dieses Stück). Vgl. für die Vs.: H. Cohen, Description historique des monnaies H. Cohen, Description historique des monnaies frappées sous l'empire romain VIII (1892) 130 Nr. 79 Taf. 8; R. Martini, Tessere numerati bronzee romane nelle civiche raccolte numismatiche del Comune di Milano, Annotazioni Numismatiche Suppl. 9, 1997, 26 f. Nr. 40 mit Abb.; L. Jacobelli, Tessere numerali bronzee romane nelle civiche raccolte numismatiche del comune di Milano, Annotazione Numismatiche 10, 1997, 26 Abb. 19; dies., Spintriae e ritratti giulio-claudii. Significato e funzione delle tessere bronzee numerati imperiali (2000) 20 f. Abb. 53. Vgl. für die Rs. B. Simonetta - R. Riva, Le tessere erotiche romane (1981) 11 Gruppe C Szene 6 Stempel D Taf. 3. Vgl. auch R. Göbl, Antike Numismatik II (1978) 130 Nr. 72 Taf. 8 (AVG ligiert).Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203170