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Mainz: Kuno von Falkenstein als Administrator

Ident. Nr.: 18204355

ObjID: obj:2356836

Details (Expert)

Datierung
1350-1354
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 3,52 g
Durchmesser: 21 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: + FLORI - ELTEV [Florinus Eltevilensis]. Lilie.

Rückseite: S IOHA-NNES B [Sanctus Johannes Baptista]. Stehender Johannes der Täufer. Links neben dem Kopf eine Mitra?

Kommentar: Die Anonymität des Gepräges (anstelle des Münzherrn ist nur die Münzstätte genannt) läßt sich aus der politischen Situation gut erklären. Der Mainzer Erzbischof Heinrich von Virneburg ist 1346 durch den Papst abgesetzt und statt seiner Gerlach von Nassau erhoben worden. Gerlach konnte sich aber im Stift gegen den von Heinrich als Administrator geholten Kuno von Falkenstein nicht durchsetzen. Erst Heinrichs Tod 1353 bzw. der endgültige Ausgleich mit Kuno 1356 machten Gerlach den Weg auf den Mainzer Stuhl frei. Ab 1354 beginnt die Florenprägung mit Namen Gerlachs in Eltville.

Literatur: G. Felke, Die Goldprägungen der Rheinischen Kurfürsten 1346-1478 (1989) Nr. 5; U. Klein, Die deutsche Goldguldenprägung nach Florentiner Vorbild und der Florinus Mildenbergensis (mit einem Katalog der deutschen Florene), NNB 53, 2004, 341-363 Nr. 33; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 788 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18204355

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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