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Tirol: Sigismund der Münzreiche

Ident. Nr.: 18204702

ObjID: obj:2357169

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
1483-1496
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 31,54 g
Durchmesser: 28 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: SIGISMUNDVS ARChIDVX AVSTRIE [Sigismundus Archidux Austrie]. Brustbild des Erzherzogs Sigismund nach rechts.

Rückseite: + GROSSVS COMITIS TIROLIS [Grossus Comitis Tirolis]. Gekrönter Adler mit Schild Österreich auf der Brust.

Kommentar: Der Pfundner ist eine große Groschenmünze, der hier als Dickstück im Gewicht eines Guldiners/Guldengroschens ausgemünzt worden ist. Die reichen Silbervorkommen Tirols brachten Erzherzog Sigismund auf die Idee, Silbermünzen im Wert eines Goldguldens auszugeben. Da diese Münzen wegen des Wertverhältnisses von Gold und Silber (etwa 1:12) um ein Vielfaches größer und schwerer sein mußten als alles bisherige Silbergeld, bedeuteten die Guldiner (Guldengroschen) Sigismunds nicht nur währungsgeschichtlich, sondern auch in der Münztechnik den Schritt vom Mittelalter in die Neuzeit. Die eigens dafür eingerichtete Münzstätte in Hall wurde für zwei Jahrhunderte der münztechnische Musterbetrieb Europas.

Literatur: K. Moeser, Karl - F. Dworschak, Die große Münzreform unter Erzherzog Sigmund von Tirol (1936) Nr. 60 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18204702

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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