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Magdeburg: Wichmann

Ident. Nr.: 18205010

ObjID: obj:2357385

Details (Expert)

Datierung
ca. 1155-1160
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 0,98 g
Durchmesser: 30 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: + SC-S MAVRICIVS DVX [Sanctus Mauritius Dux]. Brustbild des Heiligen Mauritius mit geschultertem Palmzweig in der Rechten und Kreuzstab mit griechischem Kreuz in der Linken.

Kommentar: Der Heilige Mauritius (Moritz) war der Schutzheilige des 968 durch Otto I. gegründeten Erzbistums Magdeburg. Als ein Anführer der aus Christen bestehenden Thebäischen Legion erlitt er unter Kaiser Maximianus (286-305) den Märtyrertod und wird wegen seiner militärischen Funktion auf den Münzen meist als Dux (Herzog) bezeichnet. Während der Palmzweig als Zeichen des Märtyrers und des Pilgers auf Brakteaten häufiger vorkommt, ist das griechische Kreuz (Patriarchenkreuz) ein seltenes Symbol. Da Palmzweig und Patriarchenkreuz in gleicher Kombination auf Brakteaten des Slawenfürsten Jacza von Köpenick abgebildet sind, hat man diesen Moritzbrakteaten als Vorbild für die Jacza-Brakteaten aufgefasst, E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg (1889) 65. - A. Suhle (1950) 10 nimmt an, dass unter Erzbischof Wichmann die Brakteaten mit Bild des Bischofs 'hauptsächlich' in Halle, die Brakteaten mit Bild des Heiligen Mauritius 'im allgemeinen' in Magdeburg gemünzt worden sind und auf diese Weise das in Magdeburg bzw. Halle gültige Brakteatengeld voneinander unterschieden worden ist.

Literatur: A. Suhle, Münzbilder der Hohenstaufenzeit (1938) 50 Nr. 15 (dieses Stück); A. Suhle, Das Münzwesen Magdeburgs unter Erzbischof Wichmann (1950) 19 Nr. 3 (dieses Stück); F. Berger, Die mittelalterlichen Brakteaten im Kestner-Museum Hannover (1993) Nr. 1502; M. Mehl, Münz- und Geldgeschichte des Erzbistums Magdeburg im Mittelalter (2011) Nr. 244.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205010

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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