Details (Expert)
- Datierung
- 1622
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Gewicht: 77,46 gDurchmesser: 52 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2358329
Objektbeschreibung
Vorderseite: OTTO I IMP AV MA-GDEB CIVIT FVNDAT. Umschrift zwischen zwei Linienkreisen, im Feld nach rechts galoppierender Kaiser mit Harnisch und Zepter, unter ihm eine Blumenwiese, im Abschnitt drei Wappenschilde, links und rechts Jahreszahl und Münzmeisterinitialen H-S (Henning Schreiber).
Rückseite: Venus die heydnisch gottin zart / so blos hier angebettet wardt / Nun ist gottlob das gottlich wort / Hegegen gepflantz an dis ort. Auf einem von je zwei Schwänen und Tauben gezogenen Karren Venus und die drei Grazien. Vorn eine verzierte Schrifttafel, flankiert von der geteilten Jahreszahl 16-ZZ. Im Hintergrund die Stadt. Unten die Münzmeisterinitialen H-S (Henning ...
Kommentar: Die Magdeburger Schautaler („Hurenkarrentaler“), hier als dreifacher Taler, sind nach dem auf ihnen abgebildeten Wagen benannt. Die volkstümliche Bezeichnung entstand wohl daher, dass man die unbekleideten Frauen als „liederliche“ Frauen, als Prostituierte, ansah, die in der Stadt Magdeburg zur Strafe vor einen ähnlichen Wagen gespannt wurden und so zu ihrer Schande durch die Stadt ziehen mussten. Geprägt wurden die Münzen zur Erinnerung an die Stadtgründung.
Literatur: F. Freiherr von Schrötter, Beschreibung der neuzeitlichen Münzen des Erzstifts und der Stadt Magdeburg 1400-1682 (1909) Nr. 957.
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18206074
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
E-Mail:
mk@smb.spk-berlin.de