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Deutsches Reich: Ludwig IV. der Bayer

Ident. Nr.: 18206245

ObjID: obj:2358484

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
1338-1347
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 4,38 g
Durchmesser: 30 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: + LVDOVICVS DEI - GRA - ROMANORVM IMP. Im gotischen Gestühl thronender Kaiser Ludwig der Bayer mit erhobenem Schwert, rechts Adlerschild.

Rückseite: + XPC VINCIT XPC REGNAT XPC IMPERAT [Christus vincit Christus regnat Christus imperat]. Verziertes Kreuz im Vierpaß.

Kommentar: Für seine Waffenhilfe 1338 im Krieg zwischen England und Frankreich auf Seiten des englischen Königs Edwards III. erhielt Kaiser Ludwig der Bayer 300.000 Florene, die er vermutlich noch 1338 in Antwerpen in Ecu d'or umprägen ließ. Nach zeitgenössischen Chroniken ist die Prägung durch König Edward III. und Herzog Johann von Brabant ausgeführt worden, die beide durch Kaiser Ludwig als Reichsvikare eingesetzt waren. Mäkeler (2010) 277 nimmt an, dass die Prägung bis in die frühen 1350er Jahre, also auch noch unter Ludwigs Nachfolger Karl IV., weitergeführt wurde. Die Ecus (Goldschilde) Ludwigs des Bayern sind - wenn man von den italienischen Augustalen Kaiser Friedrich II. absieht - die erste Goldmünzenprägung eines deutschen Königs und Kaisers.

Literatur: A. Suhle, Der Groschenfund von Schoo bei Esens, ZfN 41, 1931, 67-91. 68 Nr. 1 a (dieses Stück); A. de Witte, Histoire monétaire des comtes de Louvain, ducs de Brabant I (1894) Nr. 374; H. Vanhoudt, Atlas der munten van Belgie (1996) Nr. G 288; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 648 (dieses Exemplar); H. Mäkeler, Reichsmünzwesen im späten Mittelalter I (2010) 45-83. 276-278 Taf. 1 Nr. 2 (Exemplar Unna).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18206245

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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