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Polen: Hebräische Brakteaten

Ident. Nr.: 18207304

ObjID: obj:2359497

Details (Expert)

Datierung
1181-1202
Geografische Bezüge
Polen,
Land
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 0,22 g
Durchmesser: 21 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: [Hebräische Buchstaben in unklarer Bedeutung]. Hornblasender Kentaur nach rechts. Davor Stern, dahinter hebräische Buchstaben.

Kommentar: Die Brakteaten mit hebräischen Buchstaben gehören zu den Besonderheiten des polnischen Münzwesens im 12. und frühen 13. Jahrhundert. Der 1177 durch einen Aufstand aus Polen vertriebene Mieszko III. finanzierte die Rückeroberung seines Landes mit Hilfe jüdischer Geldgeber, denen vermutlich ab 1181 zur Schuldentilgung die Münzstätten Gnesen und Kalisch überlassen wurden. - Die Buchstaben werden als Namen der Münzmeister Joseph und Simon gelesen und der Typ deshalb der Münzstätte Kalisch zugewiesen. Gumowski hat den Münztyp Mieszko dem Jüngeren, dem Sohn Mieszkos III. zugewiesen, der 1186-1193 ein eigenes Fürstentum in Kalisch regierte.

Literatur: K. Stronczyński, Dawne monety polskie, dynastyi Piastów i Jagiellonów (1883-84) Nr. 131; Z. Zakrzewski, O brakteatach z napisami hebrajskimi (1909) Nr. 9; M. Gumowski, Hebräische Münzen im mittelalterlichen Polen (1975) Nr. 254-256.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18207304

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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