Logo

Sikyon

Ident. Nr.: 18214871

ObjID: obj:2363177

Details (Expert)

Datierung
ca. 360-340 v. Chr.
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 12,27 g
Durchmesser: 24 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: Chimäre nach l., Löwen-, Ziegen- und Schlangenkopf sind nach l. gerichtet, unter ihrem Bauch ein Apollonkopf mit Lorbeerkranz nach l.

Rückseite: A Γ. Eine Taube fliegt nach l., umgeben von einem Olivenkranz, dessen Zweigenden r. verknotet sind.

Kommentar: Lacroix (1964) interpretiert die Taube auf den sikyonischen Münzen als Attributtier der in Sikyon besonders verehrten Aphrodite. Für das Motiv der Chimäre gibt es unterschiedliche Erklärungen; es werde in Anlehnung an die korinthische Münzprägung gezeigt, da das Münzbild von Korinth Pegasos, der Gefährte des Lokalheros Bellerophon war, mit dessen Hilfe er die Chimäre getötet hatte. Lacroix hingegen denkt, die Chimäre mit ihrem Ziegenmittelteil beziehe sich auf den früheren Namen von Sikyon, der Aigialeia (griech. Ziege) hieß und solle zudem eine Konkurrenz zur Nachbarstadt Korinth zum Ausdruck bringen.

Literatur: Friedländer - von Sallet Nr. 131 (dieses Stück); Schultz (1997) Nr. 41 (dieses Stück, um 350 v. Chr.); BMC Peloponnesus 41 Nr. 62 (400-300 v. Chr.). Vgl. SNG Lockett Nr. 2329 (A auf Rs. an anderer Position); LHS Auktion 96 vom 8.-9. Mai 2006 Nr. 214 (A und Γ auf Rs. anders angeordnet, 360-340 v. Chr., BCD Collection); L. Lacroix, Quelques aspects de la numismatique sicyonienne, RBN 110, 1964, 6-12. 29-50 (zu den Motiven).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18214871

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen