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Prager Groschen: Gegenstempel Korbach, Marburg, Soest

Ident. Nr.: 18215496

ObjID: obj:2363652

Details (Expert)

Datierung
ca. 1378-1450
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 2,33 g
Durchmesser: 27 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: [+ WENCEZLAVS TERCIVS / + DEI GRATIA REX BOEMIE]. Krone umgeben von doppeltem Schriftkreis. Gegenstempel halber Stern.

Rückseite: [GROSSI PRAGENSES]. Böhmischer Löwe nach links. Gegenstempel Schlüssel und gotisches M.

Kommentar: Die Prager Groschen König Wenzels IV. von Böhmen (1378-1419) sind durch deutsche Städte in großer Zahl gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen, Schwaben, Bayern). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere (bessere) Prager Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Prager Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit so schlecht erhalten, dass eine genaue numismatische Bestimmung unmöglich ist. Zu den Varianten der Prager Groschen Wenzels IV. s. J. Hána, Pražské groše Václava IV. z let 1378-1419 (2003). - Dieses Stück ist in Korbach (halber Stern), Marburg (gotisches M) und Soest (Schlüssel) vermutlich im Zeitraum 1430-1450 gegengestempelt worden. Es stammt aus dem bedeutendsten deutschen Fund gegengestempelter Prager Groschen, der 1865 in Hassel bei Cappenberg, Kr. Unna, in Westfalen gehoben wurde.

Literatur: H. Krusy, Der Münzfund von Hassel bei Kappenberg, Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark 55, 1952, 14 Nr. 77 (dieses Stück); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 148 Nr. K 6, 10 d (Korbach), 165 Nr. M 1, 1 f (Marburg), 243 Nr. S 10, 41 f (Soest).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215496

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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