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Meißner Groschen: Gegenstempel Hofgeismar, Korbach

Ident. Nr.: 18215515

ObjID: obj:2363662

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
ca. 1382-1450
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 2,95 g
Durchmesser: 29 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: [+ BALTh DI GRACIA TVRING LANGRAV]. Lilienkreuz im Vierpass, in den Winkeln C-R-V-X. Gegenstempel halber Stern.

Rückseite: [GROSSVS MARChIONIS MISNENSIS]. Meißnischer Löwe nach links. Gegenstempel zweimal sechsspeichiges Rad.

Kommentar: Neben den Prager Groschen sind auch Meißner Groschen in großer Zahl durch deutsche Städte gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit schlecht erhalten, so dass eine genaue numismatische Bestimmung nach den bei Krug (1974) aufgeführten Varianten unmöglich ist. - Dieser nach Krug (1974) im Zeitraum 1382-1390 in Freiberg geprägte Groschen ist zweimal durch die Stadt Hofgeismar (Hessen) und durch die Stadt Korbach (Waldeck) gegengestempelt worden.

Literatur: G. Krug, Die meissnisch-sächsischen Groschen 1338-1500 (1974) Nr. 417-446 (Münztyp); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 126 Nr. H 8, 1 b (Gegenstempel Hofgeismar), 146 Nr. K 6, 11 i (Gegenstempel Korbach); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 605 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215515

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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