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Meißner Groschen: Gegenstempel Herford, Korbach, Lemgo

Ident. Nr.: 18215523

ObjID: obj:2363664

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
ca. 1369-1450
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 3,03 g
Durchmesser: 29 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: [+ BALTh DI GRACIA TVRING LANGRAV]. Lilienkreuz im Vierpass, in den Winkeln C-R-V-X. Gegenstempel Rose, halber Stern, Balkenschild, Rad mit Kugeln zwischen den Speichen.

Rückseite: [GROSSVS MARChIONIS MISNENSIS]. Meißnischer Löwe nach links. Gegenstempel zweimal Rose.

Kommentar: Neben den Prager Groschen sind auch Meißner Groschen in großer Zahl durch deutsche Städte gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit schlecht erhalten, so dass eine genaue numismatische Bestimmung nach den bei Krug (1974) aufgeführten Varianten unmöglich ist. - Dieser nach Krug (1974) durch Landgraf Balthasar bereits vor der offiziellen Regierungsübernahme im Zeitraum 1369-1381 in Freiberg geprägte Groschen ist dreimal durch die Stadt Lemgo (Rose) je einmal durch die Städte Herford (Balkenschild mit Stern) und Korbach (halber Stern) sowie zweimal durch eine noch nicht identifizierte Stadt (Sternkugelrad) gegengestempelt worden.

Literatur: G. Krug, Die meissnisch-sächsischen Groschen 1338-1500 (1974) Nr. 383-408 (Münztyp); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 119 Nr. H 5, 7 b (Gegenstempel Herford), 147 Nr. K 6, 9 d (Korbach), 151 Nr. L 1, 6 h (Lemgo), 294 Nr. X 28 d (unbestimmter Gegenstempel).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215523

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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