Meißner Groschen: Gegenstempel Korbach, Lemgo, Warburg
Ident. Nr.: 18215531
ObjID: obj:2363666
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
E-Mail:
mk@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Landgrafschaft: Friedrich III. (1349-1381), Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen,
Münzherr*in - Datierung
- ca. 1369-1450
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Gewicht: 2,76 gDurchmesser: 29 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2363666
Objektbeschreibung
Vorderseite: [+ FRID DI GRA TVRING LANGRAV]. Lilienkreuz im Vierpass, in den Winkeln C-R-V-X. Gegenstempel zweimal Rose, einmal halber Stern.
Rückseite: [GROSSVS MARCh MISNENSIS]. Meißnischer Löwe nach links. Gegenstempel zweimal Lilie.
Kommentar: Neben den Prager Groschen sind auch Meißner Groschen in großer Zahl durch deutsche Städte gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit schlecht erhalten, so dass eine genaue numismatische Bestimmung nach den bei Krug (1974) aufgeführten Varianten unmöglich ist. - Dieser nach Krug (1974) ab etwa 1360 durch Markgraf Friedrich III. in Freiberg geprägte Groschen ist durch die Städte Lemgo (Rose) und Warburg (Lilie) gleich zweimal, durch Korbach (halber Stern) einmal gegengestempelt worden.
Literatur: G. Krug, Die meissnisch-sächsischen Groschen 1338-1500 (1974) Nr. 74-122 (Münztyp); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 148 Nr. K 6, 11 a (Gegenstempel Korbach), 151 Nr. L 1, 6 a (Lemgo), 268 Nr. W 2, 1 (Warburg).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215531
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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