Meißner Groschen: Gegenstempel Korbach, Soest
Ident. Nr.: 18215538
ObjID: obj:2363668
Details (Expert)
- Beteiligte
- Markgrafschaft: Friedrich III. (1349-1381), Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen,
Münzherr*in - Datierung
- ca. 1364-1450
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Gewicht: 2,88 gDurchmesser: 29 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2363668
Objektbeschreibung
Vorderseite: [+ FRID DI GRA TVRING LANGRAV]. Lilienkreuz im Vierpass, in den Winkeln C-R-V-X. Gegenstempel halber Stern.
Rückseite: [GROSSVS MARChIO MISNENSIS]. Meißnischer Löwe nach links. Gegenstempel zweimal Schlüssel.
Kommentar: Neben den Prager Groschen sind auch Meißner Groschen in großer Zahl durch deutsche Städte gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit schlecht erhalten, so dass eine genaue numismatische Bestimmung nach den bei Krug (1974) aufgeführten Varianten unmöglich ist. - Dieser nach Krug (1974) ab etwa 1364 durch Markgraf Friedrich III. in Freiberg geprägte Groschen ist durch die Stadt Korbach (halber Stern) auf der Vs. und zweimal durch die Stadt Soest (Schlüssel) auf der Rs. gegengestempelt worden.
Literatur: G. Krug, Die meissnisch-sächsischen Groschen 1338-1500 (1974) Nr. 123-310 (Münztyp); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 147 Nr. K 6, 9 b (Gegenstempel Korbach), 236 Nr. S 10, 11 c (Soest).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215538
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
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