Meißner Groschen: Gegenstempel Hofgeismar, Korbach, Paderborn
Ident. Nr.: 18215539
ObjID: obj:2363669
Details (Expert)
- Beteiligte
- Markgrafschaft: Friedrich III. (1349-1381), Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen,
Münzherr*in - Datierung
- ca. 1364-1450
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Gewicht: 2,41 gDurchmesser: 28 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2363669
Objektbeschreibung
Vorderseite: [+ FRID DI GRA TVRING LANGRAV]. Lilienkreuz im Vierpass, in den Winkeln C-R-V-X. Gegenstempel halber Stern und zweimal Schild (geteilt, oben Kreuz, unten Pfähle).
Rückseite: [GROSSVS MARChIO MISNENSIS]. Meißnischer Löwe nach links. Gegenstempel zweimal sechsspeichiges Rad.
Kommentar: Neben den Prager Groschen sind auch Meißner Groschen in großer Zahl durch deutsche Städte gegengestempelt (kontermarkiert) worden (Niedersachsen, Westfalen, Hessen, Thüringen). Damit wurden durch die Städte im zweiten und dritten Viertel des 15. Jh. angesichts eines knappen Münzgeldbestandes ältere Groschen mit bestimmter Wertfestlegung im Verkehr zugelassen. Durch die Gegenstempel (Kontermarken) sind die Groschen deformiert und durch die lange Zirkulationszeit schlecht erhalten, so dass eine genaue numismatische Bestimmung nach den bei Krug (1974) aufgeführten Varianten unmöglich ist. - Dieser nach Krug (1974) ab etwa 1364 durch Markgraf Friedrich III. in Freiberg geprägte Groschen ist durch die Städte Hofgeismar (Rad) und Paderborn (Stadtwappen: geteilter Schild, oben Kreuz unten vier Pfähle) je zweimal, durch die Stadt Korbach (halber Stern) einmal gegengestempelt worden.
Literatur: G. Krug, Die meissnisch-sächsischen Groschen 1338-1500 (1974) Nr. 123-310 (Münztyp); H. Krusy, Gegenstempel auf Münzen des Spätmittelalters (1974) 126 Nr. H 8, 1 a (Gegenstempel Hofgeismar), 148 Nr. K 6, 11 b (Korbach), 197 Nr. P 1, 1 a (Paderborn).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18215539
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
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