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Polen: Hebräische Brakteaten

Ident. Nr.: 18217525

ObjID: obj:2364860

Details (Expert)

Datierung
1181-1257
Geografische Bezüge
Polen,
Land
Polen,
Land
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 0,23 g
Durchmesser: 16 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: Bracha [Segen in hebräischen Buchstaben]. Torartige Figur aus drei Segementen, in den Außensegmenten zweimal das Wort bracha.

Kommentar: Die Brakteaten mit hebräischen Namen gehören zu den Besonderheiten des polnischen Münzwesens im 12. und frühen 13. Jahrhundert. Der 1177 durch einen Aufstand aus Polen vertriebene Mieszko III. finanzierte die Rückeroberung seines Landes mit Hilfe jüdischer Geldgeber, denen vermutlich ab 1181 zur Schuldentilgung die Münzstätten Gnesen und Kalisch überlassen wurden. Ob die Organisation des polnischen Geldwesens durch jüdische Münzmeister und Bankiers auch nach dem Tode Mieszkos III. 1202 fortgesetzt wurde, ist unklar. - Gumowski nimmt an, dass dieser Münztyp erst unter Przemyslaw I., Herzog von Großpolen (1242-1257), geprägt wurde. Dieser aus dem Fund von Musternick stammende Brakteat ist nur in diesem Exemplar bekannt.

Literatur: Z. Zakrzewski, Wykopalisko monet sredniowicznych piastowskich z Musternik, Wiadomosci Numizmatyczno-Archeologiczne 5, 1905-06, 345-350 Nr. 25; Z. Zakrzewski, O brakteatach z napisami hebrajskimi (1909) 38 Nr. 36; M. Gumowski, Hebräische Münzen im mittelalterlichen Polen (1975) 88 Nr. 318.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18217525

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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