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Königlich-preußisches Militärgouvernement: 8 Groschen 1807

Ident. Nr.: 18218532

ObjID: obj:2365343

Details (Expert)

Datierung
1807
Geografische Bezüge
Polen,
Land
Material / Technik
Abmessungen
Breite x Höhe: 64 x 43 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: No. 2974 Colberg 1807 Acht Groschen Unter Königl Garantie. Zierrand, Wertbezeichnung mit roter Tinte, darunter sechs Unterschriften.

Rückseite: KÖN PREUS GOUVERNEMENT ZU COLBERG. Gouvernementsiegel mit preußischem Adler.

Kommentar: Bei diesen Kolberger Belagerungsscheinen (sog. Kommissions-Kupons) handelt es sich um Notgeld, bei dem Packpapierbogen mit Schreibpapier überklebt wurde. Die Hafenstadt Kolberg (Colberg) der ehemaligen Provinz Pommern wurde im Mai 1807 von napoleonischen Truppen belagert und eingeschlossen. Um den Geldmangel zu beheben, gab man Notgeldscheine zu 2, 4 und 8 Groschen heraus, die die Schüler des Lyzeums mit Tinte beschrieben. Für einen Teil der Ausgaben war eine Kommission (Kommissions-Kupons) verantwortlich, der andere Teil wurde von dem Kriegs- und Domänenrat Meinecke (Meinecke-Kupons) veranlasst. Insgesamt wurde Scheine im Wert von 5200 Talern hergestellt, die teilweise erst nach dem Ende der Belagerung (2. Juli) ausgegeben und bis zum 1. Juni 1808 eingelöst worden sind. Durch die 'Handarbeit' der Schüler ist jeder Schein ein Unikat.

Literatur: A. Pick, Papiergeldlexikon (1992) 162; A. Pick - J.-U. Rixen, Papiergeld Spezialkatalog Deutschland (1991) Nr. A 583; M. Kunzel, „Nun präge ich ... eine Belagerungsmünze“, BBPN 4, 1997, 83-91; H. Malchow, Die Kolberger Belagerungskoupons von 1807, BBPN 1, 1990, 66-69.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18218532

Letzte Aktualisierung: 24.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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