Königlich-preußisches Militärgouvernement: 2 Groschen 1807
Ident. Nr.: 18218535
ObjID: obj:2365346
Details (Expert)
- Datierung
- 1807
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Breite x Höhe: 64 x 43 mm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2365346
Objektbeschreibung
Vorderseite: No. 11317 Colberg 1807 Zwei Groschen Unter Königl Garantie. Zierrand, Wertbezeichnung mit schwarzer Tinte, darunter drei Unterschriften.
Rückseite: KÖN PREUS GOUVERNEMENT ZU COLBERG. Das Gouvernementsiegel mit preußischem Adler.
Kommentar: Bei diesen Kolberger Belagerungsscheinen (sog. Meinecke-Kupons) handelt es sich um Notgeld, bei dem Packpapierbogen mit Schreibpapier überklebt wurde. Die Hafenstadt Kolberg (Colberg) der ehemaligen Provinz Pommern wurde im Mai 1807 von napoleonischen Truppen belagert und eingeschlossen. Um den Geldmangel zu beheben, gab man Notgeldscheine zu 2, 4 und 8 Groschen heraus, die die Schüler des Lyzeums mit Tinte beschrieben. Für einen Teil der Ausgaben war eine Kommission (Kommissions-Kupons) verantwortlich, der andere Teil wurde von dem Kriegs- und Domänenrat Meinecke (Meinecke-Kupons) veranlasst. Insgesamt wurde Scheine im Wert von 5200 Talern hergestellt, die teilweise erst nach dem Ende der Belagerung (2. Juli) ausgegeben und bis zum 1. Juni 1808 eingelöst worden sind. Durch die 'Handarbeit' der Schüler ist jeder Schein ein Unikat.
Literatur: A. Pick, Papiergeldlexikon (1992) 162; A. Pick - J.-U. Rixen, Papiergeld Spezialkatalog Deutschland (1991) Nr. A 584; M. Kunzel, „Nun präge ich ... eine Belagerungsmünze“, BBPN 4, 1997, 83-91; H. Malchow, Die Kolberger Belagerungskoupons von 1807, BBPN 1, 1990, 66-69.
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18218535
Letzte Aktualisierung: 26.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Münzkabinett
E-Mail:
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