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Köln: Dietrich von Moers

Ident. Nr.: 18253490

ObjID: obj:2382850

Details (Expert)

Datierung
1458-1463
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Gewicht: 2,44 g
Durchmesser: 21 mm

Objektbeschreibung

Vorderseite: MON NOVA TH ARPCO F TVE [Moneta Nova Theoderici Archiepiscopi Facta Tuicii]. In einem Dreipass der Kölner Stiftsschild, belegt mit einem Wappen mit nach links schreitendem Löwen.

Rückseite: SANCTE HE-RT EPISCOP [Sancte Heriberte Episcopus]. Stehender Erzbischof Heribert mit Krummstab.

Kommentar: Um 1458 ließ Erzbischof Dietrich von Moers in Deutz untergewichtige sog. Postulatsgulden mit geringem Goldgehalt prägen. Die Münzen ahmen die seinerzeit massenhaft im Umlauf befindlichen geringhaltigen Goldgulden des Utrechter Bischofs Rudolf von Diepholz (reg. 1423-1455) nach, der während des Schismas zu Beginn seiner Regierung den Titel Postulatus führte. Die Münzen imitieren das Bild der Utrechter Vorbilder, Dietrich ersetzt sogar sein Familienwappen auf dem Stiftsschild durch den Diepholzer Löwen. Die Prägung, die zu heftigen Protesten seitens der Stadt Köln führte, verdeutlicht die Geldverschlechterung im 15. Jahrhundert und die Abkehr des Kölner Erzbischofs von einer stabilen Geldpolitik.

Literatur: A. Noss, Die Münzen der Erzbischöfe von Cöln 1306-1547 (1913) Nr. 396; G. Felke, Die Goldprägungen der Rheinischen Kurfürsten 1346-1478 (1989) Nr. 1346.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18253490

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Münzkabinett

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